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Steffen Möller: "Viva Polonia. Als deutscher Gastarbeiter in Polen" - Buch-Tipp

Steffen Möller: "Viva Polonia. Als deutscher Gastarbeiter in Polen"  

Deutscher Gastarbeiter in Polen

09.04.2008, 15:22 Uhr

Steffen Möller: "Viva Polonia" (Foto: S. Fischer Verlage)Steffen Möller: "Viva Polonia" (Foto: S. Fischer Verlage)"Ich habe weder schlesische Vorfahren noch einen Onkel im Bund der Vertriebenen. Ich komme einfach nur aus Wuppertal. Während des Studiums habe ich aus Spaß einen Polnisch-Sprachkurs in Krakau gemacht. Dort war es toll, ganz anders, als ich erwartet hatte. In den Geschäften gab es alles, sogar Nutella, und die Menschen waren so offen. Ich beschloss, nach Polen auszuwandern und habe es in dreizehn Jahren keinen einzigen Tag lang bereut. Vor allem die Mentalität der Polen hat es mir angetan, diese Mischung aus Anarchie und Freiheit, Absurdität und Warmherzigkeit. Nach der Lektüre soll mir niemand mehr sagen, er wüsste nicht, wo das gelobte Land liegt. Viva Polonia!"

Leseprobe (PDF)

Deutscher bringt die Polen zum Lachen

Steffen Möller lebt seit 1994 freiwillig in Polen und ist mittlerweile zum zweitbekanntesten Deutschen avanciert - gleich nach dem Papst! Den preisgekrönten Kabarettisten kennt heute jeder Pole: Entweder als unglücklich verliebten "Stefan Müller" aus der Erfolgsserie "L wie Liebe" und / oder aus der wöchentlichen Comedy-Show "Europa da sie lubic" (zu deutsch:" Europa lässt sich mögen"). In über fünfzig Schlagworten, von Aberglaube und Anarchie bis zu Verschwörungstheorien und Warschauer U-Bahn versucht er, dem Geheimnis der polnischen Mentalität auf die Spur zu kommen. Außerdem nennt er die fünfzehn wichtigsten Sehenswürdigkeiten Polens und verrät einige polnische Wörter, die man nicht ins Deutsche übersetzen kann.

Verblüffendes über die Nachbarn im Osten

Unentbehrlich für jede deutsch-polnische Ehe dürfte seine Liste des polnischen Hochzeits-Aberglaubens sein, während die Liebhaber des politischen Dialogs nicht mehr auskommen werden ohne Möllers sieben Regeln für eine deutsch-polnische Podiumsdiskussion. Der Autor beschreibt skurrile Alltagssituationen, entlarvt Vorurteile auf beiden Seiten und geht Klischees auf den Grund. Mit diesem anderen Ansatz der Völkerverständigung zeigt er, dass unser östlicher Nachbar ziemlich liebenswert ist. Ein herrlich komisches, verblüffend kluges und unterhaltsames Buch!

Steffen Möller

Steffen Möller (Foto:Martin Pudenz)Steffen Möller (Foto:Martin Pudenz)Steffen Möller, Jahrgang 1969, studierte Philosophie und Theologie in Berlin. Ein Schnupper-Sprachkurs in Krakau veränderte sein Leben. Er wanderte nach Polen aus, war sieben Jahre lang Deutsch-Lektor an der Warschauer Universität, begann dann mit Kabarett auf Polnisch. Der zweite Preis beim nationalen Kabarett-Wettbewerb PAKA in Krakau 2002 ebnete ihm den Weg zu einer rasanten Fernsehlaufbahn. Möller moderierte die polnische Version von „Wetten dass“, tritt seit 2003 in der Comedy-Show „Europa da sie lubic“ (Europa lässt sich mögen) auf und spielt in der beliebtesten Fernsehserie des Landes „M jak Milosc“ (L wie Liebe) einen deutschen Kartoffelbauern, der viel Pech in der Liebe hat. Heute ist er, gleich nach dem Papst, der bekannteste Deutsche jenseits der Oder. 2006 erschien in Polen sein Buch über die polnische Mentalität, das sofort zum Bestseller wurde. Kabarett-Auftritte führen ihn mittlerweile auch immer häufiger nach Deutschland. Für seine Verdienste um das deutsch-polnische Verhältnis erhielt Möller 2005 das Bundesverdienstkreuz

Steffen Möller: "Viva Polonia. Als deutscher Gastarbeiter in Polen"
368 Seiten, Klappenbr
ISBN 978-3-502-15155-5
Scherz Verlag
Preis € (D) 14,90

S. Fischer Verlage Mehr Infos zu Viva Polonia

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