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Aquaristik: Tipps für Fische in Meerwasser

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Fische  

Meereswelten im Wohnzimmer

23.02.2010, 15:34 Uhr | Katrin Siebel

Aquaristik: Tipps für Fische in Meerwasser. Clownfische (Nemo) sind beliebte Aquarienbewohner (Foto: imago)

Clownfische (Nemo) sind beliebte Aquarienbewohner (Foto: imago)

Spätestens seit dem spektakulären Kino-Auftitt von Clownfisch Nemo wissen wir: Salzwasserfische sind wunderschön! Schillernde Farben, flinke Bewegungen - herrlich anzusehen. Grund genug für viele Fischliebhaber, sich das Urlaubsfeeling mit Korallenriff ins heimische Wohnzimmer zu holen. Rund 300.000 deutsche Fischliebhaber haben ihr Aquarium mit Salzwasser gefüllt. Aber Achtung: Meerwasseraquarien sind nur etwas für Fortgeschrittene. Für Anfänger gilt: Finger weg - und den Einstieg lieber mit Süßwasserfischen proben. Für alle, die den Sprung ins salzige Wasser wagen wollen, hat t-online.de die wichtigsten Infos im Überblick.

Aquarienkauf - Größer ist besser

200 Liter Volumen reichen für den Anfang. Grundsätzlich allerdings gilt: je größer desto besser. Denn erfahrungsgemäß wird dem begeisterten Aquarianer das Aquarium schon bald zu klein. Ein größeres Wasservolumen fördert außerdem die Stabilität der Wasserwerte. In punkto Kosten muss man mit 800 Euro oder mehr rechnen, Technik inklusive. Aquarien aus Plexiglas sind in der Regel etwas teurer, bieten dafür aber eine größere Formenvielfalt und bessere Farbwiedergabe des Aquarieninhalts. "Der Handel empfiehlt weiterhin Glas", so Bernd Silbermann vom Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands (ZZF). "Sie sind viel günstiger und deutlich kratzunempfindlicher." Achtung Umsteiger! Meerwasserbecken sind unter anderem wegen der Ausstattung mit lebenden Steinen und Korallenbewuchs bei gleicher Literzahl erheblich schwerer als Süßwasserbecken. Das sollte auch bei der Wahl des Unterbaus beachtet werden.

Meerwasser selber machen

Salzig soll es sein, das ist klar. Aber nicht irgendein Salz darf hier verwendet werden. Für Meerwasseraquarien sind im Zoofachhandel spezielle Meersalzmischungen erhältlich, denen meist zusätzliche, für die Fische lebensnotwendige Nährstoffe beigemischt sind. Dieses Salz wird gereinigtem Leitungswasser zugesetzt. Der Salzgehalt ist unter anderem abhängig vom Aquarientyp (Korallenriff-, Nordsee-, Mittelmeeraquarium). Der Zoofachhandel hilft Ihnen, die optimalen Wert für Ihr spezifisches Aquarium festzulegen.

Meerwasser-Know-how

Nicht ohne Grund gilt die Meerwasseraquaristik als anspruchsvoll und für Anfänger ungeeignet. Für ein möglichst langes Leben im Aquarium müssen für die Salzwasserfische optimale Bedingungen geschaffen werden. Hierfür braucht es allerlei Hintergrundwissen und technisches Zubehör. Bei welcher Temperatur fühlen sich die Fische am wohlsten? Wie stark muss die Strömung sein? Welche Wasserwerte sind erforderlich und wie halte ich sie konstant? Das sind nur einige der Fragen, die sich angehende Meerwasseraquarianer stellen müssen. Auch was das Licht betrifft, sind die Fische anspruchsvoll.

Eine neue Fischheimat entsteht

Bevor die schillernden Fische ins Wasser dürfen, heißt es, das neue Heim einrichten. Und zwar nicht nur in punkto Dekoration. Ein stabiles Ökosystem, das dem natürlichen Lebensraum der Tiere möglichst nah kommt, muss aufgebaut werden. Wassertemperatur, Salz- und Nährstoffgehalt und ähnliches müssen stimmen. Um ein biologisch stabiles System entstehen zu lassen, braucht es vor allem: Zeit. Über mehrere Monate hinweg wächst die Mini-Meereslandschaft. Einzelne Bestandteile werden Stück für Stück ergänzt. Ganz zum Schluss kommen die Fische. Wer die farbenprächtigen Flossentiere zu früh ins Wasser setzt, wird nicht lange Freude an ihnen haben. Ein noch schwaches System verträgt die Belastung durch die großen Aquarienbewohner nicht. Nicht lange und sie schwimmen nur noch an der Oberfläche…

Fischkauf - Schillernde Auswahl

Grundsätzlich gilt: Zuchttiere sind gegenüber Wildfängen zu bevorzugen. Den Wildentnahmen fällt die Umstellung auf das neue Umfeld schwer. Ausgewachsene Fische können sich kaum an die Gefangenschaft gewöhnen.  Der Transport aus fernen Ländern ist für alle Fische eine ausgesprochene Belastung. Wer auf Wildfänge nicht verzichten will, sollte zumindest auf das Zertifikat des Marine Aquarium Councils (MAC) achten. Es garantiert unter anderem kontrollierten Transport aus Gebieten, in denen die Bestände nicht gefährdet sind. Beliebte Fischarten für das Meerwasseraquariuim sind unter anderem Clownfische, Doktor- und Kaiserfische. Aber Achtung: nicht einfach wild drauf los kaufen. "Jedes Tier sollte einzeln abgestimmt werden", rät der ZZF-Experte. Denn die Ansprüche der Tiere müssen sich miteinander vertragen. Je nach Lebensart sind sie Einzelgänger, Schwarm- oder Paarfische. "Tiere, die nur schwer ans Futter gehen, sind nicht für Anfänger geeignet," so Öchnser weiter. Wieviele Fische in einem Aquarium ihr zuhause finden können, hängt vom jeweiligen Wasservolumen ab. Als Richtwert empfehlen Fachhändler einen Liter Wasser pro Zentimeter Größe des ausgewachsenen Fisches einzuplanen.

Nicht vergessen: Fischhygiene

Sind die ersten Tiere einmal im Wasser, muss ständig darauf geachtet werden, dass die Wasserwerte konstant bleiben. Wöchentliches messen ist unerlässlich. In etwa demselben Rhythmus sollte, neben dem täglichen Nachfüllen des Wassers, ein Drittel des Aquariumwassers ausgewechselt werden. Auch der Abschäumer verlangt Reinigung im Wochen-Takt. Alle zwei bis drei Wochen heißt es: Innenscheiben säubern, sonst nehmen die Algen überhand. Auch Plagegeister wie Glasrosen sollten aus dem Aquarium entfernt werden. Die Leuchtstoffröhren oder Brenner wechseln Sie idealerweise nach c.a. einem Jahr aus. Und natürlich: tägliches Füttern nicht vergessen!

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