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"Hund - Deutsch, Deutsch - Hund": "Bello" richtig verstehen lernen

Sprache Hund-Deutsch  

Was will der Hund damit sagen?

26.07.2009, 09:05 Uhr | ali

Martin Rütter: "Hund - Deutsch, Deutsch - Hund" (Foto: Langenscheidt)Martin Rütter: "Hund - Deutsch, Deutsch - Hund" (Foto: Langenscheidt)Wenn Frauchen die Leine vom Wandhaken nimmt, weiß der Hund, dass es nach draußen geht. Und meist steht er dann schnell bei Fuß. Aber heute verlässt er das Hundekissen nicht. "Seltsam. Das tut er doch sonst nicht", denkt sich Frauchen. Irgendwann kommt jeder Hundebesitzer an einen Punkt, an dem er seinen Hund einfach nicht versteht. Für solche Kommunikationsprobleme zwischen Zwei- und Vierbeinern gibt es nun das Buch "Hund - Deutsch, Deutsch - Hund" von Hundetrainer Martin Rütter. Wir verraten Ihnen, ob's zur besseren Verständigung beiträgt.

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Zwei Persönlichkeiten kämpfen um Vorherrschaft

Wer sich einen Hund zulegt, wird sehr bald erkennen, dass sich ab diesem Zeitpunkt zwei Köpfe um die Vorherrschaft im Haus bemühen. Klar ist: Der Mensch muss sich auf den hundeeigenen Rhythmus einlassen. Ähnlich wie der Mensch hat jeder Hund seine eigene Persönlichkeit, spezielle Schwächen und Stärken, sowie vor allem eine Meinung.

Dem Hund Grenzen aufzeigen ist wichtig

Geht es nicht nach seinem Kopf, kann er sich bei der Befehlsausführung schon mal zieren. Zugleich geht es auch nicht ohne Erziehung. Bekommt der Hund nicht rechtzeitig seine Grenzen aufgezeigt, lernt er es später nicht mehr. Denn ein Hund kann nicht einschätzen, warum etwas, das bis dato erlaubt war, plötzlich verboten ist. Diese und weitere Konflikte behandelt Rütter in kleinen Episoden, die dem Buch einen ratgeberähnlichen Charakter verleihen sollen. Das gelingt nicht an allen Stellen. Bei der Interpretation der Hundesprache etwa wird der ein oder andere Hundebesitzer dem Autor widersprechen.

Von Standesdünkel bis Diven-Verhalten

Man könnte davon ausgehen, dass sich Hunde wenigstens untereinander verstehen. Aber Größe, Rassenzugehörigkeit und Körperhaltung können Missverständnisse hervorrufen, weiß der Hundeexperte zu berichten. Da Hunde viel mit Blicken kommunizieren, können kreisrunde Augen mit weit geöffneten Pupillen sowohl Ausdruck für Unsicherheit als auch für Angriffsbereitschaft sein. Nicht jeder Hund kann mit jedem, nur weil er ein Hund ist. Ob Standesdünkel, weil ein kleinerer Hund des Weges kommt oder auch einfach nur das lange Ausschlafen jeden Tag - jeder Hund hat seine eigenen kleinen Macken, die ihn individuell liebeswert machen.

Nicht jeder Hund gleicht seinem Artgenossen

Der TV-bekannte Hundetrainer gibt in seinem Buch Tipps, wie Besitzer Herr der Lage werden und bleiben. Individuelles Training ist das A und O, so der Experte. Gerade darin liegt auch die Schwäche des Buches. Wenn der eine Hund mit dem Anstupsen meint "ich muss mal", will der andere nur Streicheleinheiten. Wer einen Hund hat, wird sich über die ein oder andere Interpretation von Hundesignalen wundern oder nicht übereinstimmen.

Co-Autorin ist eine Hündin

Nett ist, dass als fiktive Co-Autorin Rütters Golden Retriever-Dame „Mina“ zu Wort kommt und ihre Sicht auf den Menschen erzählt. Mehr als ein unterhaltsamer Abriss für Hundeliebhaber ist das Buch jedoch nicht. Anders als die Vorgänger der unterhaltsamen Langenscheidt-Reihe ist es zudem kein Sprachführer im klassischen Sinn, der Begriffe gegenüberstellt. Das episodenartig aufgebaute Buch ist keine wirkliche Hilfestellung im Umgang mit dem vierbeinigen Freund. Durch die ausführliche Beschreibung einer Welpenanschaffung bleibt die wahre Hundekommunikation ein wenig auf der Strecke. Fazit: Unterhaltsam für Hundeliebhaber. Wer jedoch auf der Suche nach Tipps für ein besseres Verständnis seines Vierbeiners ist, wird enttäuscht sein.

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