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Elterngeldanspruch: Deutliche Unterschiede zwischen Vätern und Müttern

Elterngeld  

Die meisten Väter beziehen zwei Monate Elterngeld

27.08.2009, 10:34 Uhr | ots

Elterngeldanspruch: Deutliche Unterschiede zwischen Vätern und Müttern. Väter beziehen nach wie vor deutlich kürzer Elterngeld als Mütter.

Väter beziehen nach wie vor deutlich kürzer Elterngeld als Mütter. (Bild: Imago)

Väter beziehen nach wie vor deutlich kürzer Elterngeld als Mütter. Dies bestätigen die neuesten Ergebnisse der Elterngeldstatistik. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, haben rund drei von vier Vätern (73 Prozent beziehungsweise 26.000), deren Elterngeldbezug im zweiten Quartal 2009 endete, nur für zwei Monate Elterngeld in Anspruch genommen. Der Anteil der Väter mit einer zwölfmonatigen Bezugsdauer lag bei 8 Prozent (2900). Dagegen bezogen neun von zehn Müttern (148.000) Elterngeld für zwölf Monate. Der Anteil der Mütter mit einer zweimonatigen Bezugsdauer belief sich auf weniger als ein Prozent (1400).

Unterschiede in Höhe des Elterngeldanspruchs

Unterschiede zeigen sich auch in der Höhe des Elterngeldanspruchs. Mehr als die Hälfte der Mütter (54 Prozent beziehungsweise 90.000) hatte einen Elterngeldanspruch von unter 500 Euro, dagegen erhielt nur jeder vierte Vater (9000) weniger als 500 Euro Elterngeld. Mehr als 1000 Euro Elterngeld bezogen 16 Prozent der Mütter (26.000) und die Hälfte der Väter (50 Prozent beziehungsweise 17.700). Insgesamt haben im zweiten Quartal 2009 rund 35.000 Väter den Bezug von Elterngeld beendet. Dies waren 29 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Mütter, deren Elterngeldbezug endete, erhöhte sich gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 5 Prozent auf nunmehr 166.000.

Regionale Unterschiede

Beim Elterngeldbezug gab es auch regionale Unterschiede. So lag der Anteil der Mütter, deren Partner die Leistung ebenfalls in Anspruch nahm, in Brandenburg, Sachsen und Bayern mit mehr als 25 Prozent deutlich höher als etwa im Saarland mit gut zehn oder in Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt mit jeweils rund 15 Prozent. Im Bundesdurchschnitt nahm bei rund 19,4 Prozent der Mütter mit Elterngeldbezug auch der Vater eine Auszeit fürs Kind. Bei durchschnittlich rund 3,2 Prozent der Mütter bezog der Partner volle zwölf Monate lang Elterngeld - besonders häufig in Berlin und Niedersachsen (jeweils mehr als vier Prozent) und besonders selten im Saarland (0,6 Prozent).

67 Prozent des Nettoeinkommens werden ersetzt

Seit Anfang 2007 erhält ein Elternteil grundsätzlich bis zu ein Jahr lang Elterngeld, wenn er oder sie sich in dieser Zeit um das Neugeborene kümmert. Wenn auch der Partner das Kind mindestens zwei Monate lang betreut, wird das Elterngeld insgesamt 14 Monate gezahlt. 67 Prozent des wegfallenden Nettoeinkommens werden ersetzt, mindestens 300 und maximal 1800 Euro.

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