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Ikea: Tierschützer kritisieren Gänse-Angebot in Ikea-Restaurants

Gerupfte Gänse bei Ikea  

Tierschützer kritisieren Ikea wegen gerupfter Gänse

01.12.2009, 14:19 Uhr | tze

Ikea in Gänse-Quälerei verwickelt? In der EU ist es vorboten, Gänse bei lebendigem Leib zu rupfen. (Foto: imago)In der EU ist es vorboten, Gänse bei lebendigem Leib zu rupfen. (Foto: imago)Serviert Ikea in seinen Restaurants die Keulen gequälter Gänse? Das behauptet die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten". Am 30. November berichtete das ARD-Magazin "Fakt" über den Fall. Demnach stammt das Fleisch von Gänsen, die in Ungarn unter tierquälerischen Bedingungen gehalten und bei lebendigem Leib gerupft worden sind. Diese für die Tiere sehr schmerzhafte Methode ist in der EU verboten.

Spur der Gänse führt nach Ungarn

Gänsekeule mit Knödeln und Rotkraut - dieses Gericht war in den Ikea-Restaurants für 6,90 Euro im Angebot. Die wenigsten Gäste dürften hinterfragt haben, woher das Fleisch stammt, wohl aber die Tierschützer von "Vier Pfoten". Sie bekamen die Auskunft, dass die Gänse aus Deutschland stammten, bezogen von einem großen Gastronomie-Lieferanten aus Rheinland-Pfalz. "Vier Pfoten" will jedoch herausgefunden haben, dass ein Teil des Fleisches aus Ungarn kommt - vom Gänsefleischproduzenten "Hungavid". Dieser wird von der Tieschutzorganisation beschuldigt, Gänse trotz des EU-Verbots immer noch lebend zu rupfen.

Tierschützer: "Schlimmste Verbrauchertäuschung"

"Vier Pfoten"-Sprecher Marcus Müller kritisiert das Möbelunternehmen: "Das ist schlimmste Verbrauchertäuschung: Der Kunde hat ein Recht zu wissen, wie und wo die Tiere gelebt haben. Gerade nach Jahren von Skandalen um Stopfleberproduktion und Lebendrupf lässt solch eine Geheimhaltung das Schlimmste vermuten. Ikea hat anscheinend nichts aus seiner Verwicklung in die Daunenmisere im letzten Jahr gelernt." Damals war das Unternehmen in die Kritik geraten, weil es in Bettdecken von lebendigen Gänsen gerupfte Daumen aus China verwendet haben soll.

Ikea: "Wir unterstützen keine Tierquälerei"

Was sagt Ikea zu den Vorwürfen? In einer Stellungnahme vom 1. Dezember, die auch der Lifestyle-Redaktion von t-online.de vorliegt, beteuert das Unternehmen: "In unseren Geschäftsbedingungen zum Einkauf von Lebensmitteln ist festgelegt, dass Ikea keinerlei Tierquälerei akzeptiert und Tierhaltung unterstützt, bei der jederzeit - von der Aufzucht bis zur Schlachtung - Rücksicht auf die Tiere genommen wird. Insbesondere ist aufgeführt, dass Produkte von zwangsgefütterten Tieren in Ikea-Produkten nicht erlaubt sind. Ikea akzeptiert auch keinen Lebendrupf von Tieren, weder in den Non-Food noch in den Food-Produkten."

Gänseproduzent missachtet Tierschutzbestimmungen

Weiter heißt es, "dass ein Sublieferant sich nicht an diese Vorschriften hält." Man habe sich auf einen Vertrag zwischen "Hungavid" und "Vier Pfoten" verlassen, wonach sich der Gänseproduzent zur Einhaltung der Tierschutzbestimmungen und Verzicht auf das Rupfen lebendiger Gänse verpflichtet habe. Aber laut "Vier Pfoten"-Sprecher Müller ist dieser Vertrag vor zwei Monaten gekündigt worden, weil sich "Hungavid" nicht an die Vereinbarungen gehalten habe. habe. Das hätten Kontrollen vor Ort ergeben. Nach der Kritik der Tierschützer hat die Möbelhauskette jetzt die Gänsekeulen von der Speisekarte ihrer Restaurants gestrichen.

Bei lebendigem Leib gerupft

Beim Lebendrupf, so der Fachjargon, werden lebenden Gänsen die Daunenfedern abgerupft, die für die Füllung von Bettdecken, Kissen und Winterjacken verwendet werden. Weil die Tiere dabei enormem Stress ausgesetzt sind und Schmerzen erleiden, ist die Methode in der EU verboten. Dort dürfen nur Federn von geschlachteten Gänsen gewonnen werden. In Ungarn hat das Gänserupfen eine lange Tradition. Auf großen Gänsefarmen werden die Tiere bis zu viermal im Jahr gerupft. Im Magazin "Fakt" ausgetrahlte Filmaufnahmen von "Vier Pfoten" zeigen, dass die Tiere dabei oft erheblich verletzt werden.

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