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Eisbär "Knut" hat Probleme mit Eisbär-Damen

Eisbär "Knut" geht es nicht gut

19.10.2010, 15:15 Uhr | dpa

Sorgen um Eisbär "Knut": Der Publikums-Liebling im Zoologischen Garten Berlin ist seit seinem Umzug auf den großen Bärenfelsen gefährlichen Attacken des betagten Damen-Trios Nancy (21) Tosca und Katjuscha (beide 24) ausgesetzt. Aus Angst vor Bissen und lautstarken Drohgebärden kauert Eisbär "Knut" meist allein und in die Ecke gedrängt auf einem winzigen Felsvorsprung. Manchmal zittert er und wirkt verschreckt. Die Fans leiden mit dem Liebling, der aus ihrer Sicht zum Mobbing-Fall geworden ist. Den Erwartungen der Zoo-Leitung, als eine Art Zuchtbulle für Nachwuchs zu sorgen, entspricht "Knut" jedenfalls noch nicht.

Gespielin für "Knut" gesucht

Bären-Betreuer Heiner Klös gibt "Knuts" weltweiter Fangemeinde jedoch einen Hoffnungsschimmer. "Wir sind intensiv dabei, in ganz Europa eine jüngere Gespielin für ihn zu suchen. Wir schaffen das und sind auf gutem Weg", sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Einzelheiten nannte er nicht.

"Knut" soll "Zuchtbulle" werden

Es sei ihm schon zu Ohren gekommen, "dass die Kritiker sagen, wir würden "Knut" bei den alten Schreckschrauben verheizen", räumt Klös ein. Doch der Eindruck sei falsch: "Wenn Gefahr bestünde, würden wir die Tiere nicht zusammen ins Gehege lassen", sagt der Bären-Experte. Gewisse Raufereien seien normal. Ziel des Zoos bleibe weiterhin, was Direktor Bernhard Blaszkiewitz vor einigen Wochen so formulierte: "Knut wird unser neuer Zuchtbulle." Im nächsten Frühjahr soll der von bisher mehr als zehn Millionen Menschen besuchte Publikumsmagnet "Knut" eigentlich die Rolle seines Vaters Lars übernehmen.: Er hat alle drei Eisbärinnen gedeckt und mehrfach für Nachwuchs gesorgt. Lars war an den Zoo Wuppertal abgegeben worden, wodurch der Platz frei wurde für "Knut".

"Knut" ist noch zu schmächtig

Doch mit den drei jetzigen "Damen vom Zoo" wird es wohl nichts - und das liegt nach Expertenansicht nicht daran, dass eine davon, Tosca, "Knuts" Mutter ist. Der Eisbär sei mit seinen jetzt 270 Kilo auch noch zu schmächtig. "Um sich im Revierkampf Respekt zu verschaffen, muss er noch einigen Speck drauflegen, es fehlen ihm noch die Muckis", sagt Klös. Die Körpersprache der molligen Eisbärinnen hingegen ist klar: Das Trio hat sich gegen "Knut" verbündet. Sie streifen zu dritt, Fell an Fell, stets eng zusammen im Felsengelände umher und thronen demonstrativ auf dem höchsten Punkt. Von dort beäugen sie "Knut" am Wasser, gut sechs Meter unter ihnen. Fachmann Klös: "Das ist das typische Königsspiel, wer sitzt oben?"

Sind die Fans Schuld?

Das Gehege ist wie aufgeteilt, wobei "Knut" nur eine bescheidene Fläche in den unteren Regionen bleibt. Dort posiert er wie früher allein fürs Publikum und sucht stets Kontakt zu den Menschen. Für Klös sind die Fans an der tristen Situation nicht ganz unschuldig. "Für die Leute macht "Knut" Männchen, wie er es gewohnt ist. Er ist da, wo die Menschen sind." Die Bärinnen spielen dabei keine Rolle.

"Knut" kommt beim Essen als letzter dran

Der im Dezember 2006 geborene "Knut" war von seiner Mutter Tosca nach der Geburt verstoßen worden. Er wurde von einem Pfleger mit der Flasche aufgezogen und stieg bald darauf zum Medienstar auf. Sogar zusätzliches Fressen, meist Croissants, wurden ihm immer wieder zugeworfen, obwohl es verboten ist. Doch selbst die Futterlage hat sich für "Knut" verschlechtert. Als pünktlich um 11.30 Uhr der Tierpfleger mit großen Eimern kommt, Fische, Fleischstücke und Brötchen, ins Gehege wirft, bedienen sich die Bärinnen zuerst. "Knut" muss warten und kommt als Letzter dran.

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