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Hunde in Not: "Air Chihuahua" kümmert sich um heimatlose Tiere

Hunde  

"Air Chihuahua" fliegt jetzt auch ins Ausland

21.02.2011, 11:41 Uhr | afp

Hunde in Not: "Air Chihuahua" kümmert sich um heimatlose Tiere. Heimatlose Chihuahuas bekommen in Kanada eine neue Familie (Foto: afp)

Heimatlose Chihuahuas bekommen in Kanada eine neue Familie (Foto: afp)

Britney Spears, Paris Hilton und andere Promis haben den Kult um das Hündchen vorgelebt - jetzt wollen immer mehr Menschen im kalifornischen Los Angeles ihren Chihuahua wieder los werden. Denn seit einiger Zeit werden vermehrt herrenlose Chihuahuas in der Stadt gefunden. Viele Tiere werden von ihren Besitzern ausgesetzt, wenn diese merken, dass die Haltung eines Hundes auch Arbeit bedeutet. Seit mehr als einem Jahr fliegen Tierfreunde nun schon die vierbeinigen Obdachlosen in andere Teile der USA aus, wo sie bei neuen Besitzern unterkommen. Jetzt flog "Air Chihuahua" erstmals auch nach Kanada.

Yoga und Friseurbesuche für den Chihuahua

Schätzungen zufolge leben in Los Angeles mehr als 60.000 Chihuahuas. Viele von ihnen führen ein wahres Luxusleben, werden von ihren Besitzern wie Babys verhätschelt und bekommen alles, damit es ihnen gut geht. Frauchen und Herrchen können aus einem breiten Service-Angebot wählen, um das Hundeleben zu versüßen: Neben edlen Friseursalons, Boutiquen und Wellness-Centern für die Vierbeiner gibt es auch Kurse in Hunde-Yoga.

Modetrend statt Tierliebe

Der Chihuahua-Boom wurde durch Filme wie "Natürlich blond" und "Beverly Hills Chihuahua" angeheizt. Jugendidole wie Partygirl Paris Hilton oder Popsängerin Britney Spears haben den Kult um das Hündchen befördert, indem sie Chihuahuas zum Teil ihres Outfits machten, wie Madeline Bernstein von der Society for the Prevention of Cruelty to Animals Los Angeles (Gesellschaft zur Verhinderung von Gewalt an Tieren Los Angeles, spcaLA) sagt. Das Problem aber sei, dass Chihuahuas nun mal keine Accessoires seien, sondern eben Hunde. "Sie machen Häufchen, pinkeln, und man sollte auf sie aufpassen. Aber junge Mädchen wünschen sich die Hunde so, wie sie sich eine schöne Handtasche wünschen", erklärt Bernstein. Sie würden schnell das Interesse verlieren und den Hund dann schnell wieder loswerden wollen.

Rettungsaktion für 58 Schoßhunde

Die spcaLA sammelt Chihuahuas in den Tierheimen ein und vermittelt sie an neue Besitzer in anderen Teilen der USA. Seit Dezember 2009 wurden im Rahmen der Aktion "Air Chihuahua" die Hunde in die US-Bundesstaaten Colorado, Florida und Texas ausgeflogen. Jetzt ging erstmals auch ein Chihuahua-Flieger ins Ausland, nach Edmonton in Kanada. Diese jüngste Rettungsaktion für 58 Schoßhündchen kostete rund 40.000 Dollar und wurde durch die kanadische Unternehmerin Jan Folk ermöglicht. Die Tierheime in Südkalifornien seien schlichtweg überlastet, sagt sie. Wenn die Chihuahuas aber keine neuen Besitzer fänden, sähen die Heime oft keine andere Möglichkeit, als die Tiere einzuschläfern.

In Kanada finden die Tiere ein neues Heim

In Edmonton gebe es eine große Hilfsbereitschaft, sagt Folk - auch weil dort viele Hundeliebhaber wüssten, dass die Chihuahuas bei ihren früheren Züchtern oder Händlern oft "unter schrecklichen Bedingungen" gelebt hätten. Die Nachfrage war laut der Unternehmerin so groß, dass die ausgesetzten Hunde weggingen wie warme Semmeln. Schon vor der Ankunft von "Air Chihuahua" in der kanadischen Stadt hätten Menschen vor dem Auffang-Tierheim Schlange gestanden, um den Schoßhunden ein neues Zuhause zu bieten.

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