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Innere Ruhe im Kloster finden

Besinnung auf das Ich  

Innere Ruhe im Kloster finden

04.11.2013, 18:30 Uhr | th (CF)

Innere Ruhe im Kloster finden. Im Kloster zu sich selbst finden (Quelle: imago images)

Im Kloster zu sich selbst finden (Quelle: imago images)

Ein Kloster steht für den Inbegriff von Ruhe und Frieden. In der heutigen Zeit, die geprägt ist von Geschwindigkeit, Technik und Hektik, wird es immer schwieriger, Orte der vollkommenen seelischen Erholung zu finden. Ein Besuch im Kloster ermöglicht einen Raum, in dem Sie für eine Zeit lang dem Stress des Alltags entfliehen können.

Zeichen unserer Zeit: Inneres Ungleichgewicht

Es gehört zweifellos zu den negativen Zeichen unserer modernen Gesellschaft, dass viele Menschen – ob durch beruflichen oder privaten Stress – unausgeglichen und mit sich nicht im Reinen sind. Wer nicht im Einklang mit sich und seiner Umgebung ist, sondern stattdessen nur von Stress getrieben umherläuft, muss sich im schlimmsten Fall irgendwann mit einer psychischen Erkrankung auseinandersetzen. Abhilfe kann da ein Besuch im Kloster schaffen, wo Ruhe und Frieden allgegenwärtige Güter darstellen und Sie sich ungestört und ohne Probleme mit sich selbst auseinandersetzen können.

Besucher im Kloster sind gern gesehen

Nach Definition beschreibt ein Kloster eine Anlage, in der Menschen – in der Regel sind das Nonnen oder Mönche – ganz und gar der Ausübung ihrer jeweiligen Religion nachgehen. Im Gegensatz zum weit verbreiteten Irrglauben ist ein Kloster keine Kirche im klassischen Sinne, sondern vielmehr eine Einrichtung, die in einer besonderen Nähe zum Glauben steht. Auf der ganzen Welt gibt es Klöster und vergleichbare Orte verschiedener Religionen und spiritueller Bewegungen. In Deutschland sind es hauptsächlich christliche Klöster, von denen sich viele auf Erholung suchende Urlauber und interessierte Tagesbesucher eingestellt haben.

Je nach Orden oder Kloster sind die Angebote dabei sehr unterschiedlich – wo Sie in einem Kloster beispielsweise komplett in Ruhe gelassen werden, wird in anderen Einrichtungen etwa erwartet, dass Sie sich aktiv am Alltag der Mönche oder Nonnen beteiligen. Gebete, Messen, Haus- und Gartenarbeit gehören zum Leben hinter Klostermauern dazu.

Die Besinnung auf das Ich

Der Tagesablauf im Kloster ist zumeist so, wie man ihn aus verschiedenen Filmen her kennt: Die Gemeinschaft beschränkt sich auf das Nötigste. Es gibt keine Elektronik, keine Telefone und keinen Fernseher. Stattdessen ist der Tag beispielsweise von gemeinsamen Mahlzeiten, wohltätigen Arbeiten oder der Pflege der Gartenanlage geprägt. Gesprochen wird dabei eher selten, so dass im Innenhof eines Klosters häufig gespenstische Ruhe herrscht.

Was angesichts der heutzutage allgegenwärtigen Reizüberflutung fast schon surreal wirkt, blickt auf eine lange Tradition zurück: Die ersten Klöster sind bereits im vierten Jahrhundert entstanden und kommen ursprünglich aus Palästina und Ägypten.

Zu den ersten Kloster-Anlagen auf europäischem Boden gehört unter anderem die Abtei „St. Maximin“ in Trier, die bis heute zu den einflussreichsten Benediktinerklöstern der Welt zählt. Die Benediktiner sind ein Orden innerhalb der römisch-katholischen und evangelisch-lutherischen Kirche, die bis heute unzählige Kloster-Anlagen pflegen und betreiben.

Seminare, Kurse und Co. für innere Ruhe

In einigen Klöstern können Sie während Ihres Aufenthalts Seminare, Kurse und beratende Gespräche buchen – die Betreuung durch die Klosterbewohner ist in der Regel frei wählbar. Die Angebote beziehen sich meistens auf spirituelle Beratung, Meditationen und Lebenshilfe.

Tipp: Lassen Sie sich vor Ihrem Klosterbesuch in einem persönlichen Gespräch gut beraten, bevor Sie blind buchen. Die Möglichkeiten Kraft und Energie zu tanken sind vielfältig und sollten individuell auf Sie abgestimmt werden. Um wirklich zur inneren Ruhe zu gelangen, müssen Sie sich voll und ganz auf das Leben hinter den Klostermauern einlassen. Ein wichtiger Schritt ist hier der Verzicht auf Telefon und andere elektronische Geräte.

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