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Kabinett beschließt Aktionsplan gegen Kindesmissbrauch

Kabinett beschließt Aktionsplan gegen Kindesmissbrauch

05.10.2011, 11:53 Uhr | dpa

Kabinett beschließt Aktionsplan gegen Kindesmissbrauch. Hilfs- und Beratungsangebote sollen für die Opfer in Missbrauchsfällen verbessert werden. (Foto: imago)

Hilfs- und Beratungsangebote sollen für die Opfer in Missbrauchsfällen verbessert werden. (Foto: imago)

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellem Missbrauch soll weiter verbessert werden. Das Bundeskabinett beschloss dafür einen Aktionsplan von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU). Damit nähere man sich dem Ziel an, "Kindern eine sichere, von Vertrauen und Schutz geprägte Umgebung zu schaffen, in der sie unbeschwert aufwachsen können", sagt Schröder.

Fortbildungen für Fachkräfte

Der Aktionsplan entwickelt laut Ministerium wichtige Ansätze zum Schutz von Mädchen und Jungen weiter und setzt Empfehlungen um, die in der Vergangenheit auf internationaler und nationaler Ebene erarbeitet wurden. Als zentrales Handlungsfeld wird die Prävention genannt, um Missbrauchsfälle schon im Vorfeld zu verhindern oder zumindest frühzeitig zu erkennen. Vorgesehen ist unter anderem eine Fortbildungsoffensive für Fachkräfte in der Kinderbetreuung und Jugendhilfe.

Verbesserung von Beratungsangeboten

Darüber hinaus soll der Kampf gegen Kinderpornografie im Internet ebenso fortgesetzt werden wie die grenzüberschreitende Zusammenarbeit gegen den internationalen Kinderhandel. Für die Opfer von Missbrauchsfällen will die Bundesregierung die Hilfs- und Beratungsangebote weiter verbessern.

Sichere Finanzierung gefragt

Kritik am Aktionsplan kam vom Kinderschutzbund. "Es fehlt eine sichere öffentliche Finanzierung der Beratungsstellen und Kinderschutzzentren", sagt der Vorsitzende Heinz Hilgers der "Rheinischen Post". Viele Anlaufstellen für die Opfer müssten Jahr für Jahr aufs Neue um ihre Existenz bangen. Auch der Bundesvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt, Wolfgang Stadler, forderte:

"Bund und Länder müssen finanzielle Verantwortung übernehmen, um die Kommunen nicht weiter zu überfordern."

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