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Funkenmariechen und Hofballett - Ein Muss bei der Karnevalssitzung

Funkenmariechen und Hofballett: Ein Muss bei der Karnevalssitzung

16.02.2012, 11:48 Uhr | kb (CF)

Funkenmariechen und Hofballett - Ein Muss bei der Karnevalssitzung. Das Funkenmariechen gehört in jede Karnevalssitzung (Quelle: imago images)

Das Funkenmariechen gehört in jede Karnevalssitzung (Quelle: imago images)

Das Funkenmariechen, oder auch Tanzmariechen, bezeichnet heute Solotänzerinnen einer Tanzformation, die zum Karneval bei den Sitzungen und Veranstaltungen häufig als Hofballett angekündigt werden. Sie sorgen mit ihren rhythmischen Tänzen und teilweise akrobatischen Einlagen für eine willkommene Auflockerung im Faschingsprogramm.

Faschingsballett mit französischen Wurzeln

Dem heutigen Faschingsballett mit dem Funkenmariechen an der Spitze werden französische Wurzeln mit militärischem Charakter nachgesagt. Im 16. Jahrhundert bezeichnete man dies als Ballett-Maskerade. Bereits damals wurde der Tanz mit einer erzählenden Handlung ergänzt. Später entwickelte sich daraus mit dem sogenannten „Ballet de Cour“ eine Tanzkultur an Frankreichs Königs- und Fürstenhöfen.

Diese vereinte Gesang, Akrobatik und Tanz miteinander. Diese Kultur wurde in Deutschland gern übernommen, zunächst von den Königen und Fürsten, später vom Bürgertum. Von dort war der Weg zum Karneval nicht mehr weit, das Hofballett wurde volkstümlich. (Was macht eigentlich der "Elferrat"?)

Gekonnte Umsetzung anspruchsvoller Choreografien

Die Funkenmariechen mit ihrem Ballett sind heute aus der Faschingsveranstaltung nicht mehr wegzudenken. Sie lockern das Programm zum Karneval in beeindruckender und fröhlich-beschwingter Art und Weise auf. Dabei werden die teilweise anspruchsvollen Choreografien von den Tänzerinnen gekonnt umgesetzt. Meist sind die Ballettmitglieder im Karnevalsverein selbst oder in Amateurtanzgruppen und Sportverbänden organisiert.

Zum Karneval treten die Funkenmariechen einzeln, paarweise mit Tanzoffizieren oder auch in kompletten Tanzgarden auf. Zu den Tanzschritten werden heute akrobatische Elemente aus dem Bodenturnen und anderen Bereichen eingearbeitet. (Aschermittwoch: Der Beginn der Fastenzeit)

Funkenmariechen in Tanzuniform

Der Name Funkenmariechen entstammt den militärischen Garden des achtzehnten Jahrhunderts, denn als Funken wurden damals die Kölner Stadtsoldaten bezeichnet. Die typische Kleidung erinnert mit Dreispitz, Perücke und Uniformjacke an die frühere Militärzeit. Viel später kamen der kurze Plisseerock, der Petticoat, die Strumpfhose und das weiße Rüschenunterhöschen hinzu. (Karnevalsgarde: Ursprünglich eine Persiflage aufs Militär)

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