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Fünfjähriger verletzt Rentner: Aufsichtspflicht nicht verletzt

Aufsichtspflicht verletzt?  

Fünfjähriger fährt Rentner an: Aufsichtspflicht verletzt?

20.01.2012, 12:13 Uhr | dpa

Fünfjähriger verletzt Rentner: Aufsichtspflicht nicht verletzt. Eltern haften bei Unfällen nicht immer für ihre schuldunfähigen Kinder. (Quelle: imago images)

Eltern haften bei Unfällen nicht immer für ihre schuldunfähigen Kinder. (Quelle: imago images)

Eltern haften nicht zwangsläufig für ein minderjähriges und noch schuldunfähiges Kind. Das geht aus einem am 20.1. bekanntgewordenen Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Koblenz hervor. Danach müssen beispielsweise die Eltern eines fünfjährigen Kindes dieses trotz ihrer Aufsichtspflicht nicht derart streng überwachen, dass sie jederzeit eingreifen können (Az.: 5 U 433/11).

Von Fünfjährigem verletzt: Rentner klagt

Das Gericht hob mit seinem Urteil eine gegenteilige Entscheidung des Landgerichts Trier auf und wies die Schadensersatzklage eines 76-jährigen Rentners ab. Der Mann hatte von der Mutter eines fünfjährigen Jungen Schadensersatz verlangt, weil das Kind ihn auf einem Gehweg mit dem Fahrrad angefahren und verletzt hatte.

Aufsichtspflicht verletzt?

Der 76-Jährige warf der Mutter vor, sie habe ihre Aufsichtspflicht verletzt, weil der Junge ein ganzes Stück vor ihr geradelt sei und sie deshalb nicht mehr habe eingreifen können. Auch das Landgericht hatte dies so gesehen. Das OLG befand jedoch, in der Regel reiche es aus, wenn Eltern ihren Kindern auf Ruf- und Sichtweite folgten.

Wie Eltern ihre Kinder auf den Straßenverkehr am besten vorbereiten und was der Gesetzgeber von den Aufsichtspersonen fordert, können Sie hier nachlesen.

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