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Klimawandel: Werden Sommer immer trockener?

Hohe Temperaturen  

Klimawandel: Werden Sommer immer trockener?

07.08.2012, 15:42 Uhr | tg (CF)

Ein trockener Sommer droht in Deutschland immer öfter, da sich durch den Klimawandel bestimmte Wetterlagen verändern. Aus diesem Grund soll es zukünftig weniger regnen. Einige Regionen sind hierzulande davon mehr betroffen als andere und sollten sich auf die kommenden Trockenperioden einstellen.

Trockener Sommer: In Zukunft häufiger

Es könnte durchaus sein, dass Deutschland künftig mit trockeneren Sommern rechnen muss. "Es gibt, wie wir ja auch aus den Klimaszenarien wissen, eine Tendenz zu höheren Temperaturen", stellt Paul Becker, Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes, in einem Interview der "Berliner Morgenpost" klar. "Ebenso dürfte die Anzahl der Tage mit Starkniederschlägen sowie die Häufigkeit längerer Trockenphasen zunehmen", so Becker weiter. Von Trockenphasen ist vor allem der Sommer betroffen, da sich auch Niederschläge dieser Jahreszeit zum Winter hin verschieben. Dies ist bedingt durch den Klimawandel und die Veränderung von Wetterlagen. So rechnen Experten zum Beispiel mit einer durch den Klimawandel bedingten Abnahme von Nordwest-Schauerlagen. Dabei sind diese besonders wichtig, weil sie Feuchtigkeit liefern. Aus diesem Grund ist ein trockener Sommer auch so wahrscheinlich. (Starkregen: So schützen Sie Ihr Haus)

Betroffene Regionen

Durch weniger Nordwest-Schauerlagen bekommen gerade die Küstenregionen Deutschlands weniger Niederschläge. Der Süden ist davon weniger betroffen. Da feuchte Südwest-Wetterlagen aber ebenfalls immer seltener auftreten, ist aber insgesamt in mehreren Regionen Deutschlands mit trockenen Sommern zu rechnen. Das ist gerade für das ohnehin trockene Ostdeutschland eine schlechte Nachricht. In der Landwirtschaft sind dort vornehmlich Sandböden verbreitet, die Feuchtigkeit nicht so gut speichern können. Zudem sind auch mehr Dürren und Probleme im Wassermanagement möglich.

Politik muss Gegenmaßnahmen intensivieren

Droht ein trockener Sommer, sollten Landwirte hitzeresistente Anbausorten wie Hirse anpflanzen. Der Deutsche Wetterdienst hat außerdem ein Modell namens "Klima-Michel" entwickelt. Damit simulieren die Experten Belastungsszenarien, um die Konsequenzen besser abschätzen zu können. "In Kooperation mit den Bundesländern wurde ein Hitzewarnsystem eingerichtet, das besondere Lagen bis hinunter auf Kommunalebene meldet", führt Becker weiter aus. Zahlreiche Altenheime ändern bereits ihre Speisepläne im Hinblick auf heiße Tage, und die Medien geben vermehrt Verhaltenstipps.

Entscheidend ist aber, dass die Politik die Initiative ergreifen muss. "Kein Land wird von den Folgen des Klimawandels verschont bleiben und kein Land kann diese Herausforderung alleine stemmen. Es kommt darauf an, weltweit und in Deutschland das Thema Klimawandel zu institutionalisieren. Die Ergebnisse der Klimaforschung müssen bei Bund, Ländern und Kommunen umfassend in Entwicklungspläne und gesetzliche Regelungen einfließen. Wenn dies gelingt, haben wir eine Grundlage gelegt, um die Folgen des Klimawandels in Deutschland erfolgreich zu bewältigen" so Becker auf der jährlichen Pressekonferenz der Bundesbehörde in Berlin.

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