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Mikrowelle: Gefahr im Alltag – vermeiden Sie diese Fehler

Gefahr im Alltag  

Mikrowelle: Das sind die acht größten Fehler

12.09.2021, 12:53 Uhr | akl, sah, t-online

Mikrowelle: Gefahr im Alltag – vermeiden Sie diese Fehler. Mikrowelle: Einige Fehler können großen Schaden anrichten. (Quelle: Getty Images/AndreyPopov)

Mikrowelle: Einige Fehler können großen Schaden anrichten. (Quelle: AndreyPopov/Getty Images)

Essen rein, aufwärmen und genießen: Von der Auftaufunktion bis hin zum Grillen bietet die Mikrowelle eine ganze Menge praktischer Funktionen. Sorglos erhitzen sollten Sie aber dennoch nicht, denn das kann fatale Folgen haben.

Wird die Mikrowelle falsch verwendet, kann das böse enden. Wir erklären, welche Fehler Sie unbedingt vermeiden sollten.

Fehler 1: Peperoni in der Mikrowelle grillen

Peperoni zum Grillen in die Mikrowelle geben, ist eine schlechte Idee. Denn sie platzt nicht nur mit einem lauten Knall auf – ihre scharfen Dämpfe verteilen sich danach auch noch in der Küche. Das kann zu Husten- und Atemproblemen, Würgereiz, tränenden und brennenden Augen sowie Nasenbluten führen. Auf dieses Experiment sollten Sie besser verzichten und lieber zur Pfanne greifen.

Fehler 2: Metall und Alufolie in die Mikrowelle geben

Vorsicht geboten ist bei Metall: Töpfe oder Besteck aus Metall oder Aluminium sowie Alufolie sollten Sie auf keinen Fall in die Mikrowelle stellen. Ein Erhitzen kann hier zu Funkenbildung im Gerät führen. Es sind Fälle bekannt, bei denen Alufolie in der Mikrowelle zu Wohnungsbränden geführt hat. Doch auch wenn Sie die Mikrowelle leer betreiben, kann es zu einem Kurzschluss mit Brandgefahr kommen.

Fehler 3: Masken in der Mikrowelle reinigen

FFP2-Maske: Sie gehört nicht in die Mikrowelle. (Quelle: Daniel Karmann/dpa)FFP2-Maske: Sie gehört nicht in die Mikrowelle. (Quelle: Daniel Karmann/dpa)

Manche Schutzmasken gegen Covid-19 haben einen Drahtbügel – der ist praktisch, denn damit liegt der Stoff besser am Gesicht an. Doch diese Masken dürfen nicht in der Mikrowelle gereinigt werden. Denn auch hier können durch das Metall in der Mikrowelle Funken entstehen, die sowohl Maske als auch das Gerät in Brand stecken können. Die Feuerwehr musste nach eigenen Angaben bereits mehrfach wegen derartiger Brände ausrücken.

Fehler 4: Bambusgeschirr in die Mikrowelle geben

Bambusgeschirr oder Plastik-Campinggeschirr sollten Sie auf keinen Fall in die Mikrowelle geben. Denn durch Temperaturen über 70 Grad können sich giftige Stoffe lösen. Das ist dann der Fall, wenn das Geschirr sogenannte Melaminharze enthält.

Die Schadstoffe können in das Essen und in die Raumluft gelangen, Augen, Haut und Atemwege reizen und schlimmstenfalls Harnblasen-, Nieren- sowie Krebserkrankungen auslösen. Tipp: Achten Sie darauf, dass das Geschirr für die Mikrowelle geeignet ist oder nutzen Sie Glas- und Porzellangefäße.

Fehler 5: Geschlossene Gefäße verwenden

Geschlossene Gefäße gehören nicht in die Mikrowelle, da durch den entstehenden Druck Explosionsgefahr besteht. Verschlossene Behältnisse sollten Sie daher vor dem Erhitzen auf jeden Fall öffnen.

Bei offenen Gefäßen wie Tassen eignet sich ein Unterteller als Abdeckung. Aber auch spezielle Deckel oder geeignetes Mikrowellengeschirr verhindern, dass die Mikrowelle durch Spritzer verschmutzt wird.

Auch bei Fläschchen mit Babymilch sollten Sie vorsichtig sein, da sich die Milch oft ungleichmäßig erhitzt. Das kann beim Trinken zu Verbrennungen führen.

Fehler 6: Alle Lebensmittel in der Mikrowelle erhitzen

Mikrowelle: Lebensmittel wie Eier können darin platzen. (Quelle: Getty Images/irene_rebrova)Mikrowelle: Lebensmittel wie Eier können darin platzen. (Quelle: irene_rebrova/Getty Images)

Es gibt Lebensmittel, die leicht in der Mikrowelle platzen können. Dazu gehören zum Beispiel Eier, Kastanien, Tomaten oder Würstchen. Bei Würstchen und Tomaten können Sie allerdings gut vorbeugen, indem Sie sie vorher mit der Gabel ein paarmal einstechen.

Bei Speiseöl und alkoholischen Getränken besteht die Gefahr, dass sie sich bei starker Hitze entzünden. Trockene Lebensmittel wie Gebäck dagegen werden in der Mikrowelle hart und trocken. Weil Geflügel sehr anfällig für Salmonellen ist, erhitzen Sie dieses Fleisch grundsätzlich besser auf dem Herd oder im Backofen. Das gilt auch für Fisch und Hackfleisch.

Fehler 7: Spülschwämme in der Mikrowelle reinigen

Ein oft gegebener Tipp lautet: Schwämme in der Mikrowelle säubern. Dabei werden die angefeuchteten Schwämme für etwa eine Minute bei 800 bis 1.200 Watt erhitzt. Bei dieser Methode werden zwar viele Bakterien abgetötet, aber die wenigen überlebenden vermehren sich schnell wieder, können mit der Zeit resistenter werden und lassen sich schwerer aus dem Schwamm entfernen. Außerdem besteht die Gefahr, dass die Lappen in der Mikrowelle Feuer fangen.

Generell gilt: Zwar können Sie Ihre Schwämme wenige Male in der Mikrowelle behandeln – Sie sollten dies aber nicht über viele Wochen immer wieder tun. Etwa alle ein bis zwei Wochen sollten Sie die Schwämme ersetzen. Danach können Sie sie aber noch für die Gartenarbeit oder den Autoputz nutzen.

Fehler 8: Auftauprogramm auf höchster Stufe verwenden

Mikrowellen haben meistens eine Leistung zwischen 800 und 1.100 Watt. Höhere Werte bedeuten aber nicht unbedingt ein besseres Ergebnis. So kann es bei zu viel Leistung im Auftauprogramm vorkommen, dass es an manchen Stellen im Gerät deutlich schneller heiß wird als an anderen.

Die Folge: Das Lebensmittel in der Mikrowelle übergart an der einen Seite, während die andere noch kalt ist. An letzterer können Keime überleben, was ein hygienisches Problem ist. Tauen Sie Lebensmittel daher immer besser mit geringen Wattzahlen auf, da sich die Wärme dann gleichmäßiger in den Speisen verteilt.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur dpa

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