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Ostermarsch: Traditionelle Friedensbewegung an Ostern

Ostermarsch: Traditionelle Friedensbewegung an Ostern

13.03.2013, 12:55 Uhr | lc (CF)

Gegen Atomkraft, Wettrüsten und Krieg: Mit dem Ostermarsch entwickelte sich bereits 1958 eine Protestmöglichkeit, mit der die Menschen gegen Waffen und Gewalt demonstrierten. Mit dem Ende des Kalten Krieges ging die Tradition der Märsche tendenziell eher zurück, doch gerade durch die japanische Atomkatastrophe von 2011 und der damit einhergehenden Debatte um Atomkraft gewann der Ostermarsch wieder an Bedeutung.

Gegen Atomkraft: Geschichte des Ostermarsches beginnt in England

Der Ursprung des Ostermarsches liegt in England und im atomaren Wettrüsten des Kalten Krieges begründet. Im Rahmen einer Kampagne gegen atomare Aufrüstung waren laut einem Bericht des MDR im Jahre 1958 etwa 10.000 Menschen auf einem friedlichen Protestmarsch von London zum Atomforschungszentrum Aldermaston unterwegs. Sie wollten mit dieser Aktion auf die Gefahren der Atomkraft hinweisen und forderten die atomare Abrüstung.

Bis in die 1980er-Jahre auch in Deutschland üblich

Ab den 1960er-Jahren war der Ostermarsch nicht nur in England, sondern auch in Deutschland ein friedliches Instrument, um gegen Krieg und Gewalt zu demonstrieren. Besondere Höhepunkte waren hierbei zum Beispiel Märsche gegen den Vietnamkrieg 1968. Die pazifistische Einstellung von Studentenbewegungen soll hierbei starken Einfluss auf die Protestmärsche gehabt haben.

Ende der 1970er-Jahre gab es mit dem NATO-Doppelbeschluss zudem einen neuen Höhepunkt des Wettrüstens. Der Beschluss schrieb die Stationierung von Atomwaffen innerhalb der ehemaligen Bundesrepublik Deutschland vor. Mehrere Hunderttausend Menschen gingen auf die Straßen und demonstrierten auf dem Ostermarsch gegen die Stationierungspläne. Mit dem Abbau der Mittelstreckenraketen im Jahre 1987 kamen die Märsche an Ostern allerdings weitestgehend zum Erliegen.

Wiederbelebung durch Fukushima

Zwar kam es durch den Golfkrieg 1991 und den Kosovo-Krieg 1999 zu erneuten Protestmärschen, doch waren diese eher von kurzer Dauer. Mit dem Erdbeben und der Atomkatastrophe in der japanischen Präfektur Fukushima 2011 stieg die Ostermarsch-Quote aber erneut deutlich an. Das Wiederaufleben dieses Phänomens unterstrich in jenem Jahr auch noch das 25-jährige Jubiläum des Atomunfalls in Tschernobyl.

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