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Molche: Gefährdung und Schutz

Amphibien  

Molche: Gefährdung und Schutz

04.09.2013, 15:39 Uhr | cb (CF)

Neben natürlichen Fressfeinden leiden Molche vor allem unter dem Menschen. Die Gefährdung verschiedener Arten entsteht unter die zunehmende Einschränkung ihrer Lebensräume, zum Beispiel durch Bebauung.

Größte Gefährdung der Molche: Der Mensch

Vergrößert der Mensch seinen Lebensraum, indem er auf bislang ungenutzten Flächen Häuser und Straßen baut, zerstört er den der Molche. Das Leben der Amphibien ist nämlich eng ans Wasser gebunden. Hier suchen sie ihre Nahrung, hier pflanzen sie sich fort und hier entwickelt sich der Nachwuchs aus einem Ei, über das Larvenstadium bis hin zum Jungtier.

Wie der Naturschutzbund Deutschland (NABU) berichtet, sind die Bestände der Amphibien stark zurückgegangen. In einigen Regionen sei die Zahl an Kleingewässern in den letzten 50 Jahren um mehr als 80 Prozent zurückgegangen. Grund dafür ist neben der Aufschüttung oder Vermüllung von natürlichen Gewässern die Regulierung von Fluss- und Seespiegeln in der offenen Landwirtschaft. Überflutungsflächen und offene Gräben entlang von Feldwegen oder in Wiesen, an denen die Tiere laichen könnten, gibt es kaum noch. Wenn, dann kreuzen häufig Landstraßen das Gebiet. Untersuchungen haben gezeigt, dass bei einer Verkehrsdichte von gerade mal 60 Fahrzeugen pro Stunde etwa 90 Prozent der Amphibien auf ihrer Frühjahrswanderung überfahren werden, so der NABU.

Maßnahmen zum Schutz von Amphibien

Um gegen die Gefährdung von Molchen und anderen Amphibien vorzugehen, hat der Bund alle Amphibienarten bereits 1980 unter besonderen Schutz gestellt. Laut dem Bundesnaturschutzgesetz ist es seither verboten, die Tiere zu stören, zu verletzen oder zu töten – aber auch, Laich und Larven der Natur zu entnehmen, um sie im eigenen Gartenteich anzusiedeln. 

Grundstücksbesitzer können dennoch zum Schutz der Molche beitragen. Wenn Sie gezielt Biotope und Laichgewässer schaffen, werden sich die Tiere innerhalb kürzester Zeit dort ansiedeln. Wichtig ist, dass es sich um naturnahe Gartenteiche ohne Fischbesatz handelt – gefräßige Fische stellen nämlich eine Gefährdung der Larven dar. Auch mit verwilderten Bereichen des Gartens, in denen Sie auf den Einsatz von Düngern und Pflanzenschutzmitteln verzichten, ist den Molchen geholfen. 

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