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Knoblauchkröte: Ein grabender Sonderling

Amphibien  

Knoblauchkröte: Ein grabender Sonderling

09.09.2013, 11:47 Uhr | aj (CF)

Die Knoblauchkröte ist ein echter Sonderling unter den Fröschen in Deutschland: Der nachtaktive Froschlurch verteidigt sich mit Kopfstößen, Bissen und Schreien. In Deutschland ist die zum "Lurch des Jahres 2007" ernannte Knoblauchkröte streng geschützt.

Aussehen und Verhalten der Knoblauchkröte

Die Knoblauchkröte (Pelobates fuscus) ist ein Froschlurch aus der Familie der Krötenfrösche. Männliche Exemplare werden etwa fünf bis sieben Zentimeter groß, weibliche Knoblauchkröten erreichen eine Körperlänge von bis zu acht Zentimeter. Die Kröte ist auf der Oberseite hellbraun gefärbt und trägt rötliche und olivgrüne Flecken. Sie verfügt über einen rundlichen, kompakten Körperbau. Ihren Namen verdankt die Knoblauchkröte einem Sekret, das nach Knoblauch riecht und das zur Abwehr von Feinden eingesetzt wird. Die Laichschnüre dieser Art bestehen aus bis zu 3.500 Eiern. Die sich daraus entwickelnden Kaulquappen erreichen eine erstaunliche Länge von bis zu 20 Zentimetern.

Verbreitung der Krötenfrösche

Die Knoblauchkröte ist in Ost- und Mitteleuropa beheimatet. Nach Angaben des Naturschutzbunds Deutschland (NABU) ist die Art in weiten Teilen Deutschlands verbreitet – besonders häufig im Osten. Die Knoblauchkröte bevorzugt als Lebensraum offene Landschaften mit sandigem Boden, wie Heiden, Binnendünen und Steppen, aber auch Industrie- und Ackerbrachen. Tagsüber gräbt sich die Krötenart mithilfe ihrer Fersenhöcker in den sandigen Boden ein. Nachts jagt sie vorwiegend Käfer, Regenwürmer, Schmetterlingslarven und kleine Schnecken.

Ungewöhnliche Verteidigungsmethoden

Die Verteidigungsmethoden der Knoblauchkröte sind durchaus kurios und ungewöhnlich – selbst in der Welt der Kröten. Ihre Feinde greift die relativ kleine Art mit Kopfstößen und Bissen an, aber auch mit Lauten, die den Schreien kleiner Kinder ähneln sollen. Nur sehr wenige Froschlurche weltweit teilen diese Verteidigungsmethode. In Deutschland gilt die Krötenart als streng geschützt und darf daher nicht gefangen, verletzt, getötet oder beunruhigt werden.

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