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Kindesmisshandlung: Arzt darf bei Verdacht Schweigepflicht brechen

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Verdacht auf Kindesmisshandlung  

Arzt darf Schweigepflicht brechen

30.04.2014, 17:01 Uhr | dpa-tmn

Kindesmisshandlung: Arzt darf bei Verdacht  Schweigepflicht brechen. Kindeswohl kontra Schweigepflicht - eine schwierige Abwägung für Ärzte. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Kindeswohl kontra Schweigepflicht - eine schwierige Abwägung für Ärzte. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ärzte dürfen beim Verdacht von Kindesmisshandlung ihre Schweigepflicht brechen. Das berichtet die in München erscheinende Fachzeitschrift "Neue Juristische Wochenschrift" (Heft 9/2014) unter Berufung auf ein Urteil des Kammergerichts Berlin. Nach Meinung der Richter gilt dies auch dann, wenn sich der Verdacht später als unbegründet herausstellt. Denn es sei nicht Sache der Ärzte, zu ermitteln, ob der Verdacht zutrifft oder nicht (Az.: 20 U 19/12).

Das Gericht wies mit seinem Urteil die Schadensersatz- und Schmerzensgeldklage eines Elternpaares gegen einen Krankenhausarzt ab. Bei der Untersuchung eines Kleinkindes sah der Arzt typische Anzeichen einer Kindesmisshandlung. Das Kind war mit einem Krampfanfall in die Notaufnahme des Krankenhauses gebracht worden.

Behörden ermitteln gegen die Eltern

Der Arzt vermutete ein Schütteltrauma und schaltete die Behörden ein. Diese leiteten ein Ermittlungsverfahren ein und brachten das Kind zeitweise bei einer Pflegefamilie unter. Der Verdacht gegen die Eltern bestätigte sich im Laufe der Ermittlungen nicht. Die Maßnahmen gegen die Eltern wurden daraufhin rückgängig gemacht.

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Arzt hat sich korrekt verhalten

Gleichwohl sah das Kammergericht für die Forderung der Eltern keine Rechtsgrundlage. Der Arzt habe sich korrekt verhalten. Sobald die festgestellten Verletzungen typischerweise zu einer Kindesmisshandlung passten, könne sich ein Arzt für die Verletzung seiner Schweigepflicht auf einen sogenannten rechtfertigenden Notstand berufen.

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