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Heimische Schlange: Eigenschaften der Schlingnatter

Schlangen  

Heimische Schlange: Eigenschaften der Schlingnatter

12.06.2015, 12:43 Uhr | rk (CF)

Eine Meisterin der Tarnung, verbreitet vor allem im Süden Deutschlands: Die Schlingnatter wird wegen ihrer Stärke auch als "kleine Boa" bezeichnet. Aussehen, Verbreitung, Nahrung: Alles Wissenswerte zur gefährdeten Schlangenart lesen Sie im Steckbrief.

Steckbrief der Schlingnatter

Die Schlingnatter erreicht eine Länge von 60 bis 70 Zentimetern und gehört damit zu den kleineren in Deutschland beheimateten Schlangenarten. Auch wenn das Kriechtier auf den ersten Blick schnell mit einer Kreuzotter zu verwechseln ist, unterscheiden sich diese beiden Arten doch grundlegend: Die Schlingnatter hat im Vergleich zur Kreuzotter runde Pupillen, ihre Schuppen sind glatt und ungekielt.

Farblich hat sich die Schlingnatter ihrem Lebensraum bestens angepasst: Ihr Schuppenkleid variiert zwischen grau, braun und rötlich, wodurch sie in der Natur bestens getarnt ist. Sowohl der Hinterkopf als auch Hals und Rücken weisen eine dunklere Musterung auf: Diese hilft der Schlange, sich unbemerkt durch das Dickicht zu bewegen. Die Schlingnatter gilt nicht umsonst als Meisterin der Tarnung.

Verbreitung in Deutschland: Vor allem im Süden

Im Steckbrief der Schlingnatter ist eine Region besonders hervorgehoben: Süddeutschland, insbesondere der Südwesten. Zwar finden sich auch im Norden einige Exemplare, das Vorkommen der Schlingnattern nimmt jedoch deutlich ab, je nördlicher man reist. Wärmere Gefilde sind der Schlange deutlich lieber. Am wohlsten fühlt sich die Glattnatter, wie die Schlingnatter auch genannt wird, in Heiden, Weinbergen und an warmen Waldrändern. Ihr Schuppenkleid spielt ihr dabei in die Karten, da sie so gut wie nie auffällt.

Schlingnatter-Steckbrief: Nahrung

Während sich junge Schlingnattern hauptsächlich von Insekten ernähren, bevorzugen ausgewachsene Exemplare größere Beute. Laut Steckbrief stehen auf dem Ernährungsplan der erwachsenen Tiere vor allem Reptilien wie Eidechsen, Blindschleichen oder junge Schlangen. Doch auch Mäuse, Vögel oder Amphibien werden von Schlingnattern verspeist. Da die Schlingnatter gemäß ihres Namens größere Tiere umschlingt und diese so erstickt, wird sie oft auch als "kleine Boa" bezeichnet.

Gefährdete Schlangengattung

Auch wenn es noch viele Exemplare in Deutschland gibt, informiert der deutsche Naturschutzbund NABU darüber, dass die Zahl der Schlingnattern deutlich zurückgegangen ist. Sie gilt als gefährdet und muss daher geschützt werden. Da der Steckbrief der Schlingnatter lange Zeit falsch gelesen und sie fälschlicherweise als Kreuzotter identifiziert wurde, hat sie eine lange Zeit der Verfolgung hinter sich. Im Zweiten Weltkrieg wurden sogar Kopfgelder auf das Töten von Giftschlangen ausgesetzt. Das ist heute zwar nicht mehr der Fall, allerdings reduziert sich der Bestand der Schlingnatter automatisch durch die Zerstörung des tierischen Lebensraumes durch den Menschen.

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