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Kinderarmut: Hohes Armutsrisiko von Kindern in Deutschland

Zahlen aus dem Armutsbericht  

Jedes 20. Kind in Deutschland lebt in Armut

24.10.2016, 12:05 Uhr | t-online.de , dpa

Kinderarmut: Hohes Armutsrisiko von Kindern in Deutschland. Kinder im Kindergarten. Rund drei Millionen Heranwachsende sind in Deutschland von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen. (Quelle: dpa)

Kinder im Kindergarten. Rund drei Millionen Heranwachsende sind in Deutschland von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen. (Quelle: dpa)

In Deutschland lebt jedes 20. Kind in materieller Not. Von Armut bedroht sind jedoch viel mehr. Das geht aus einem Entwurf für den neuen Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung hervor, der in Auszügen der "Saarbrücker Zeitung" vorliegt. 

"Nur wenige Kinder in Deutschland leiden unter materieller Not", berichtet die Montagsausgabe der "Saarbrücker Zeitung". Betrachte man den Anteil der Haushalte "mit einem beschränkten Zugang zu einem gewissen Lebensstandard und den damit verbundenen Gütern", dann seien fünf Prozent der Kinder betroffen. Das sei deutlich weniger als im EU-weiten Schnitt mit neun Prozent.

2,4 Millionen Kinder akut von Armut bedroht

Der Bericht unterscheidet zwischen Kindern, die in Armut leben, und jenen, die davon bedroht sind.

Von den 12,9 Millionen Kindern in Deutschland haben demnach bis zu 2,4 Millionen, also mehr als ein Fünftel, ein Armutsrisiko. Der Grund: Die Haushalte, in denen sie leben, verfügen über weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens. Mit 60 Prozent am höchsten sei das Armutsrisiko von Kindern, wenn beide Elternteile keinen Job hätten. Betroffen davon seien rund eine Million Kinder. Ist ein Elternteil in Vollzeit erwerbstätig, falle das Armutsrisiko für Kinder "schon deutlich auf etwa 15 Prozent".

Armutsrisiko erstmals gesunken

Bei einer Vollerwerbstätigkeit beider Eltern seien nur noch drei Prozent von Armut betroffen, heißt es in dem Textentwurf der Bundesregierung. Diese Konstellation komme in Deutschland allerdings nur bei knapp jeder siebten Paarfamilie vor. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die in sogenannten Bedarfsgemeinschaften mit Hartz IV leben, sei zwischen 2010 und 2015 um fünf Prozent gesunken.

Das Thema Kinderarmut wurde in Deutschland lange Zeit ignoriert. Erst seit 2001 veröffentlicht die Bundesregierung regelmäßig einen nationalen Bildungsbericht. Der fünfte Armuts- und Reichtumsbericht ist für 2016 angekündigt.

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