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Flickenteppich befürchtet: EU-Verkehrsminister beraten über Ende der Zeitumstellung

Flickenteppich befürchtet  

EU-Verkehrsminister beraten über Ende der Zeitumstellung

03.12.2018, 09:14 Uhr | Marek Majewsky, dpa

Flickenteppich befürchtet: EU-Verkehrsminister beraten über Ende der Zeitumstellung. Schon jetzt gibt es drei Zeitzonen in der EU. (Quelle: dpa/Daniel Naupold)

Schon jetzt gibt es drei Zeitzonen in der EU. Foto: Daniel Naupold. (Quelle: Daniel Naupold/dpa)

Wann endet die halbjährliche Zeitumstellung in Europa? Darüber beraten die zuständigen EU-Verkehrsminister. Doch es gibt noch offene Fragen und Zweifel.

Die EU-Verkehrsminister beraten über ein mögliches Ende der Zeitumstellung in Europa. Es gebe noch eine ganze Reihe von Problemen zu lösen, hieß es vor dem Treffen der Ressortchefs in Brüssel aus informierten Kreisen.

Vor allem gehe es darum, wie ein Flickenteppich mit vielen unterschiedlichen Zeitzonen in Europa vermieden werden könne. Eine Einigung bei der Zusammenkunft, zu der auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) erwartet wird, scheint unwahrscheinlich.

Frist bis zur Einigung zu verfrüht

Schon jetzt gibt es drei Zeitzonen in der EU: In Deutschland und 16 weiteren Staaten gilt dieselbe Zeit. Acht Länder – unter ihnen etwa Estland, Griechenland und Zypern – sind eine Stunde voraus. Drei Staaten sind eine Stunde zurück, nämlich Irland, Portugal und Großbritannien. In Deutschland gibt es die Sommerzeit seit 1980.

In den EU-Staaten werden seit 1996 am letzten Sonntag im März sowie am letzten Sonntag im Oktober die Uhren jeweils eine Stunde umgestellt. Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, schon ab kommendem Jahr nicht mehr an der Uhr zu drehen. Die Staaten sollen stattdessen wählen können, ob sie künftig immer Winter- oder Sommerzeit haben wollen.

Etlichen Staaten ist der Zeitplan jedoch zu ambitioniert. Einige haben auch grundsätzlichere Bedenken. Österreich, das derzeit den Vorsitz unter den EU-Staaten inne hat, legte zuletzt einen Kompromissentwurf vor, wonach die Zeitumstellung erst ab 2021 abgeschafft werden könnte.

Zeitzonenchaos befürchtet

Sollte die Zeitumstellung einheitlich abgeschafft werden, sodass die bisherigen Zeitzonen erhalten bleiben, könnte dies etwa an den westlichen und östlichen Grenzen der EU zu unkomfortablen Situationen führen. In Teilen Polens etwa würde die Sonne bei dauerhafter Winterzeit im Sommer bereits gegen drei Uhr morgens aufgehen. Bei immerwährender Sommerzeit wäre dies im Winter im Westen Spaniens jedoch erst gegen zehn Uhr vormittags der Fall.



Die EU-Kommission hatte den Vorschlag lanciert, nachdem sich in einer Online-Umfrage mehr als 80 Prozent der Teilnehmer für ein Ende der Zeitumstellung ausgesprochen hatten. Von 4,6 Millionen Antworten kamen dabei rund drei Millionen aus Deutschland.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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