Noch nichts eingesammelt

Säuberung des Pazifiks von Plastikmüll scheitert

16.12.2018, 17:20 Uhr | Annette Birschel, dpa, sah

"The Ocean Cleanup": Die Meeresreiniger stehen vor Problemen. (Quelle: Bitprojects)

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Die Müllsammelaktion auf dem Pazifik ist schwieriger als gedacht. Knapp zwei Monate nach dem Start hat die Anlage "The Ocean Cleanup" noch kein Plastik eingesammelt. Das hat einen bestimmten Grund.

Das System "The Ocean Cleanup" zur Säuberung des Pazifiks von Plastikmüll funktioniert noch nicht. Die Anlage fange das Plastik zwar ein, aber halte es nicht fest, sagt ein Sprecher. Der Initiator des Projekts, der Niederländer Boyan Slat, spricht von unvorhergesehenen Problemen, die man aber in den Griff bekommen werde.

Darum wird kein Plastik eingesammelt

Die Organisation hatte bereits vor einigen Wochen von Problemen berichtet. Eine Lösung sei noch nicht gefunden. Das System bewege sich zu langsam im Wasser, sagt Sprecher Jan van Ewijk. "Der genaue Grund dafür ist noch nicht deutlich." In Computermodellen und Tests sei das Problem nicht aufgetaucht.

Plastik vermeiden: Diese Tipps sind einfach umzusetzen

Zahnbürsten aus Bambus sind biologisch abbaubar. Ihre Borsten sind oft aus Nylon, das ebenfalls umweltfreundlicher als Plastik ist. (Quelle: Kuzmik_A/Getty Images)

Brot und Brötchen können Käufer beim Bäcker auch in mitgebrachte Stoffbeutel oder Leinensäckchen füllen lassen. Die können übrigens auch genutzt werden, um im Supermarkt Obst und Gemüse zu verpacken. (Quelle: ajma_pl/Getty Images)

Kaffee aus der French Press fabriziert nicht so viel Müll wie jener aus Kapselmaschinen. Und: Er schmeckt in der Regel auch noch viel besser! Eine andere Alternative ist es, sich seinen Kaffee mit einem Espressokocher aus Edelstahl aufzubrühen. (Quelle: LightFieldStudios/Getty Images)

Wiederverwenden statt wegwerfen: Der bei vielen beliebte Kaffee für unterwegs lässt sich auch in Thermobechern oder Coffee-to-go-Bechern aus Keramik transportieren. (Quelle: Tinatin1/Getty Images)

Besser für die Umwelt als Flüssigseife: Seifenstücke. Reinigen die Hände genauso gut. Meistens kann man sie ganz ohne Plastikverpackung kaufen. (Quelle: gilaxia/Getty Images)

Bei Küchenutensilien wie Pfannenwender und Co. sind Holzvarianten die bessere Wahl als Plastikmodelle. (Quelle: EHStock/Getty Images)

Milch und Joghurt können Verbraucher auch im Glas kaufen. Fast jeder Supermarkt bietet die Milchprodukte so an. (Quelle: tashka2000/Getty Images)

Die Anlage besteht aus einer 600 Meter langen Röhre in U-Form. Daran ist ein drei Meter langer Vorhang befestigt, der den Müll in dem U festhalten soll. Der Plastikmüll soll von Schiffen abgeholt und zur weiteren Verarbeitung an Land gebracht werden.

Probleme des Systems

Damit "The Ocean Cleanup" funktioniert, muss das System den Betreibern zufolge schneller durch das Wasser treiben als die Plastikteile, die es einfangen soll. Möglicherweise bremsten aber Wind und Wellen das System ab, sagt der Sprecher. Eine andere Erklärung für den ausbleibenden Erfolg sei, dass die Enden der Röhre wellenförmige Bewegungen verursachten, die das System abbremsen.


Der Müllfänger war Anfang September aus der Bucht von San Francisco aufs offene Meer zum Great Pacific Garbage Patch – Großen Pazifischen Müllwirbel –geschleppt worden. Bei diesem Strömungswirbel sollen sich nach Schätzungen von Wissenschaftlern 1,8 Billionen Plastikteile sammeln. Am 17. Oktober war die Anlage gestartet.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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