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Weitere Streiks in Kitas endgültig vom Tisch

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Tarifergebnis angenommen  

Kita-Streiks sind endgültig vom Tisch

29.10.2015, 14:59 Uhr | AFP

Weitere Streiks in Kitas endgültig vom Tisch. Keine Streiks: In der Kita läuft's jetzt wieder normal.  (Quelle: dpa)

Keine Streiks: In der Kita läuft's jetzt wieder normal. (Quelle: dpa)

Jetzt läuft der Kita-Betrieb wieder normal - Eltern von Kleinkindern können aufatmen. Weitere Streiks in Kindertagesstätten und anderen sozialen Einrichtungen sind endgültig vom Tisch.

Neun Verhandlungsrunden waren nötig, um zu einem Ergebnis zu kommen, dazwischen ein Schlichtungsversuch, wochenlange Kita-Streiks und zwei Urabstimmungen - eine über den Streik und eine über das Endergebnis. Die Arbeitgeber unterstellen Verdi und ihrem Chef Bsirske, dass sie die Streiks schon geplant hatten, bevor sie in die Verhandlungen gingen. In sechs Verhandlungsrunden habe sich nichts bewegt.

Der Streik der Kita-Erzieherinnen hatte sich im Frühjahr über vier Wochen hingezogen. Ein Schlichterspruch war im Sommer von den Verdi-Mitgliedern abgelehnt worden. Monatelang hatten die Gewerkschaften mit den Arbeitgebern über die Bezahlung gerungen. Verhandelt wurde für rund 220.000 Erzieherinnen, Sozialarbeiter und -pädagogen, Kinderpfleger und Mitarbeiter der Behindertenhilfe.

In der Urabstimmung sprach sich eine Mehrheit von 57,2 Prozent der Verdi-Mitglieder für die Annahme des im September ausgehandelten Tarifergebnisses aus, wie die Gewerkschaft mitteilte. Bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) stimmten rund 72 Prozent der Mitglieder für das Verhandlungsergebnis für den kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst. 

Gewerkschaften drohten immer wieder mit Streiks 

Noch im August hatte die große Mehrheit der Gewerkschaftsmitglieder einen im Sommer ausgehandelten Schlichterspruch abgelehnt. Vor der Schlichtung hatte es bereits wochenlange Streiks in Kitas und anderen sozialen Einrichtungen gegeben. Die Gewerkschaften drohten nach Ablehnung des Schlichterspruchs wiederholt mit weiteren Arbeitsniederlegungen.

Nachbesserungen ausgehandelt

Vor rund vier Wochen setzten sich Gewerkschaften und kommunale Arbeitgeber schließlich wieder an einen Tisch und verständigten sich auf Nachbesserungen an dem Schlichterspruch. Der ausgehandelte Kompromiss sieht unterschiedliche Gehaltssteigerungen für die verschiedenen Beschäftigtengruppen vor.

Nach dem Ergebnis der Urabstimmung gelten die neuen Tarife nun rückwirkend zum 1. Juli 2015. Nach Angaben eines Verdi-Sprechers wären für die Annahme des Tarifkompromisses mindestens 25 Prozent plus eine Stimme notwendig gewesen.

Verbesserungen sind vor allem für jüngere Erzieherinnen und Sozialarbeiter vorgesehen. Vollzeitbeschäftigte bekommen zwischen 93 und 138 Euro mehr pro Monat. Sozialarbeiter erhalten nun zwischen 30 und 80 Euro monatlich mehr. Die Arbeitgeber bezifferten die Gesamtkosten des Abschlusses auf 315 Millionen Euro jährlich. Die Gremien der Arbeitgeber hatten der Einigung noch am gleichen Tage zugestimmt. 

Laufzeit von fünf Jahren

Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Damit werde "ein erster Schritt in Richtung Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe erzielt", erklärte Verdi-Vorstandsmitglied Wolfgang Pieper.

Die Politik sei nun gefordert, auch die Bedingungen in den Einrichtungen zu verbessern. Das sei insbesondere im Hinblick auf Flüchtlingskinder und Jugendliche dringend notwendig, forderte Pieper. Dazu gehörten vor allem zusätzliche Investitionen in Personal- und Sachmittel.

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