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Fingerprint-Scanner an bayerischer Musikschule

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Schule  

Sicherheits-Check vor der Musikstunde

13.01.2010, 11:28 Uhr | mmh, t-online.de

Können Fingerabdruck-Scanner für die nötige Sicherheit an Schulen sorgen?Können Fingerabdruck-Scanner für die nötige Sicherheit an Schulen sorgen? (Bild: Reuters) Nacktscanner am Flughafen, Fingerprint-Scanner an Musikschulen - was kommt denn noch? Eine Musikschule im bayerischen Gilching scannt die Fingerabdrücke von Musikschülern. Grund ist die Angst vor Amokläufern. Ohne Scannen der biometrischen Daten kein Flöten-Unterricht. Nicht alle Eltern sind von dieser Datenspeicherung begeistert und vor allem davon, den Kleinsten schon zu vermitteln, sie leben in einer gefährlichen Welt. Selbst Datenschützer zweifeln an der Aktion. Welches Gefühl gibt das Kindern? Was halten Sie davon?

Sicherheit oder Datenschutz - was hat Vorrang? Was halten Sie davon, die biometrischen Daten von Kindern zu erfassen? Nutzen Sie die Kommentarfunktion am Ende des Artikels und das nebenstehende Voting, um uns Ihre Meinung mitzuteilen oder äußern Sie sich in unserem Diskussionsforum zu dem Thema.
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Mit Fingerabdruck zur Musikstunde

Im oberbayerischen Gilching dürfen Musikschüler jetzt nur noch zum Unterricht, wenn sie ihre Fingerabdrücke hinterlegt haben. Bei jedem Besuch sollen die Abdrücke neu überprüft werden, bevor der Zugang zum Gebäude gewährt wird. Dies betrifft die rund 180 Kinder, die nachmittags in dem Gebäude der Arnoldus-Grundschule Flöte, Gitarre oder ein anderes Instrument erlernen. Die Grundschüler, die am Vormittag dort lernen, kommen ohne Sicherheits-Check in das Gebäude, bei Unterrichtsbeginn wird das Gebäude verschlossen. Auch zur Mittagsbetreuung kommen die Kinder ohne Fingerabdruck-Scan. Der Fingerabdruck-Scanner wurde nur für die Musikschüler installiert, nur sie werden biometrisch erfasst, da die Rektorin nach den Amok-Läufen der jüngsten Vergangenheit dies für sicherer hält.

Gründe für Sicherheitsbedenken

Seit diesem Schuljahr nutzt die Musikschule nachmittags die Räume der Grundschule, das ist in vielen anderen Orten ebenfalls problemlos üblich. Die Rektorin der Schule stimmte der Mitbenutzung durch die Musikschule nur zu, wenn gewährleistet wird, dass keine Fremden oder Unbefugten Zugang zum Gebäude erhalten. Datenschützer zweifeln am Sinn einer solchen Aktion. Die biometrischen Daten von sehr kleinen Kindern könnten sich während ihrer Entwicklung wieder ändern. Die Erfassung müsste also eventuell später wiederholt werden. Zudem sind solche Geräte sonst Teil eines komplexen Sicherheitssystems beispielsweise in Labors, isolierte Geräte wie in Gilching seien selten. Außerdem muss diese biometrische Datenerfassung durch einen behördlichen Datenschutzbeauftragten frei gegeben werden. Die Stellungnahme der Schule steht noch aus.

Andere Fälle von Sicherheits-Zugängen

Auch Kindergärten haben vereinzelt schon derartige Modelle erprobt. Da wurden die Abdrücke der Eltern und Abholberechtigten erfasst. Sie wollten damit sicher stellen, dass nur die wirklich Erziehungsberechtigten Kinder abholen. Dahinter steckte die Angst, ein Kind könnte von einem enttäuschten Ex-Partner entführt werden.

Skepsis bei den Eltern

Die Eltern der betroffenen Kinder wollen andere Wege suchen, um die Sicherheit zu wahren und trotzdem den Datenschutz zu gewährleisten, beispielsweise mit dem Handy den Lehrer an die Türe zu rufen. Nur etwa ein Drittel der Schüler ist dem Aufruf zum Scannen gefolgt. Die Eltern sind besorgt, dass durch derartige Aktionen die Kinder Ängste vor der Schule entwickeln.

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