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Einschulung: Ist Ihr Kind schulreif?


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Ist Ihr Kind schulreif?

t-online, Sabine Caron

Aktualisiert am 19.03.2013Lesedauer: 3 Min.
Schulreife: Welche Kompetenzen muss ein Kind mitbringen, um eingeschult zu werden?
Schulreife: Welche Kompetenzen muss ein Kind mitbringen, um eingeschult zu werden? (Quelle: dapd)
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Im ersten Quartal des Jahres sind die Anmeldetermine für die Schulen. Je nach Bundesland müssen ab dem Sommer alle Kinder die Schulbank drücken, die bis Juni beziehungsweise Dezember sechs Jahre alt sind. Manchmal stellen sich auch Eltern, deren Kinder nach dem sogenannten "Stichtag" geboren sind, die Frage, ob sie ihr Kind schon frühzeitig einschulen sollen. Vielen fällt es nicht leicht, hier zu einer Antwort zu kommen. Die Eltern-Redaktion von t-online.de hat mit der ehemaligen Rektorin der Grundschule in Bodenheim in Rheinland-Pfalz, Christa Müller, gesprochen.

Verschiedene Stichtagsregelungen in den Bundesländern

Früher galt die Regelung, dass jedes Kind, das bis zum 30. Juni sechs Jahre alt wird, zur Schule geht. Heutzutage gelten in den Bundesländern unterschiedliche Regelungen, wobei in vielen das Einschulungsalter nach und nach um jeweils zwei Monate vorgezogen wird. So werden in Berlin alle Kinder eingeschult, die bis zum 31. Dezember sechs Jahre alt werden. In Rheinland-Pfalz drücken alle Kinder die Schulbank, die bis zum 31. August ihren sechsten Geburtstag feierten. Kinder, die kurz nach diesem Termin geboren sind, gelten als "Kann-Kinder". Sie können eingeschult werden, wenn sie die notwendigen sozialen und intellektuellen Kompetenzen mitbringen.

t-online.de: Unter welchen Voraussetzungen sollten Kann-Kinder eingeschult werden?

Christa Müller: Häufig bringen Kann-Kinder heute viele intellektuellen Kompetenzen mit. Diese werden von den Eltern oft auch sehr hoch gehängt. Die Kinder kennen zum Beispiel schon einige Buchstaben oder lösen erste Rechenaufgaben. Die Kann-Kinder sollten aber vor allem auch sehr viele der sogenannten sozialen Kompetenzen mitbringen. Dazu gehört zum Beispiel, dass ein Kind seine Meinung oder seine Gefühle äußern kann, Frustrationen aushalten kann und sich auch mal in der Gruppe zurücknehmen muss. Das Kind muss in die Schule wollen und es muss ausgesprochen neugierig sein. Wenn ein Kind beim Wort "Schule" ängstlich reagiert und die Einschulung nur Elternwille ist, sollte es lieber noch ein Jahr im Kindergarten bleiben.

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t-online.de: Das Wichtigste ist also, ob ein Kind von sich aus den Wunsch formuliert?

Christa Müller: Dann muss man genau hingucken. Und wenn ein Kind über die Maßen neugierig und wissbegierig ist. Wenn es ganz viel fragt, schon ganz viel rechnet oder sich für Naturwissenschaften interessiert ("Was ist das für eine Blume oder warum dreht sich das Rad?"). Wenn ein Kind den Eltern und Erzieherinnen Löcher in den Bauch fragt, so dass es anstrengend für die Eltern und Erzieherinnen ist, dann gehört es meiner Meinung nach in die Schule. Aber immer - und das ist ganz wichtig - mit Blick auf die sozialen Fähigkeiten.

t-online.de: Bietet die Schule Eltern bei der Entscheidung Unterstützung an?

Christa Müller: Wir bieten Eltern, die sehr unsicher sind an, ihr Kind an einem sogenannten Schulspiel teilnehmen zu lassen. Das ist ein Gespräch, eine schulische Situation mit anderen Kindern. Wir schauen, wie sich die Kinder in der Gruppe verhalten, ob sie Kontakt zu anderen Kindern aufnehmen und stellen ihnen kleine Fragen, zum Beispiel sollen sie kleine Mengen einschätzen "was ist mehr, was ist weniger".

t-online.de: Wie wird entschieden, ob ein Kann-Kind eingeschult wird?

Christa Müller: Manchmal sprechen die Eltern die Erzieherinnen an, manchmal sind es auch die Erzieherinnen, die die Schulleiterin ansprechen, weil sie Kann-Kinder haben, die ihrer Ansicht nach unbedingt in die Schule müssen. In einigen Fällen schließt sich dann ein Schulspiel an.

t-online.de: Was passiert, wenn ein Kann-Kind im Laufe des Kindergartenjahrs zeigt, dass es doch besser in der Schule aufgehoben wäre?

Christa Müller: Nach der neuen Grundschulverordnung kann es jetzt auch sogenannte Seiteneinsteiger und Seiteneinsteigerinnen geben. Es haben uns schon Erzieherinnen angesprochen, weil einige Kinder schon so reif sind. Wir haben den Eltern Gespräche angeboten und vorgeschlagen, ihre Kinder eine Schnupperwoche machen zu lassen, um zu probieren, ob es ihnen in der Schule gefällt. Das sind auch die Ergebnisse unserer Netzwerktreffen zwischen Kindergärten und Schulen. Die können jetzt schon lesen und schon ganz gut rechnen, wieso sollen die doch noch warten? Unser Schulsystem wird da jetzt immer offener. Wir haben ja auch immer wieder Springer.

t-online.de: Wie können Eltern ihre Kinder unterstützen?

Christa Müller: Das geht ganz nebenbei im Alltag: viel miteinander reden, die Kinder viel draußen spielen lassen, im Auto singen und klatschen. Eltern sollten außerdem zur Schulvorbereitung ihre Kinder dazu erziehen nachzufragen, wenn sie etwas nicht wissen.

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