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Stern-Umfrage zum Schulsystem

Mehrheit der Eltern ist unzufrieden mit dem Schulsystem

16.06.2011, 10:29 Uhr | ots

Stern-Umfrage zum Schulsystem. Was sich Eltern am meisten wünschen: mehr individuelle Förderung. (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Was sich Eltern am meisten wünschen: mehr individuelle Förderung. (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Schlechte Noten für das deutsche Schulsystem: 62 Prozent der Eltern glauben, dass die Schulen ihre Kinder nicht gut auf den Beruf vorbereiten. 54 Prozent sind unzufrieden mit dem gesamten System. Das zeigt eine Umfrage im Auftrag des Hamburger Magazins Stern, für die 706 Mütter und Väter mit Kindern von fünf bis 17 Jahren befragt wurden.

Damit Schule besser wird, sollten Eltern stärker mitarbeiten, sagen 74 Prozent der Mütter und Väter. Und eine große Mehrheit (82 Prozent) fordert: In Zukunft sollten Schulleiter mehr Verantwortung bekommen. Sie sollten zum Beispiel Lehrer einstellen und entlassen dürfen. Der Direktor sollte das Budget für seine Schule selbst verwalten.

Konkrete Verbesserungsvorschläge der Eltern

Eltern fordern laut der Umfrage nicht nur mehr Freiheiten für die Schule, sie haben ganz konkrete Verbesserungsvorschläge: 96 Prozent wünschen, dass Kinder in der Schule stärker individuell gefördert werden. Schulen sollen insgesamt besser ausgestattet werden, sagen 94 Prozent der Mütter und Väter. Die Lehrer müssen besser ausgebildet werden (93 Prozent). 93 Prozent fordern zudem, dass die Klassen deutlich kleiner werden. Die Hälfte der Eltern fordern mehr Sanktionen in der Schule, aber nur jedes zehnte Elternteil ist dafür die Noten abzuschaffen. Gute Schulen, aber auch gute Lehrer sollten in der Öffentlichkeit mehr Anerkennung bekommen und deutlich sichtbar werden, damit sie als Vorbilder dienen können. Das sagen bis zu 80 Prozent der befragten Eltern.

Was macht eine gute Schule aus?

Sechs Kriterien sind den Eltern wichtig bei einer guten Schule: ein gutes Klima (82 Prozent), Konflikte werden friedlich gelöst (75 Prozent), die Schule entwickelt sich kontinuierlich weiter (74 Prozent), jedes Kind wird im Unterricht individuell gefördert (70 Prozent), mit der Vielfalt der Schüler wird gut umgegangen (62 Prozent) und die Schüler zeigen gute Leistung (31 Prozent).

Es gibt bereits Schulen, die alle diese sechs Kriterien erfüllen, das zeigt der Deutsche Schulpreis. Zu dem bundesweiten Wettbewerb rufen die Robert-Bosch-Stiftung und die Heidehof-Stiftung in Kooperation mit dem Stern und der ARD auf. Am 10.6.2011 wurde die begehrte Trophäe von Bundespräsident Christian Wulff an die Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule in Göttingen verliehen.

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