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Rechtsextreme auf Facebook und Youtube nicht leicht zu erkennen

Rechtsextremismus in Online-Netzwerken  

Rechtsextreme auf Facebook und Youtube nicht leicht zu erkennen

25.07.2011, 10:10 Uhr | dpa

Rechtsextreme auf Facebook und Youtube nicht leicht zu erkennen. Mädchen in abgedunkeltem Zimmer surft im Internet.

Vorsicht vor rechtsextremer Propaganda in Musik und Videos auf Facebook oder Youtube. (Foto: imago)

Soziale Online-Netzwerke sind bei Jugendlichen beliebt - das machen sich auch Neonazis zunutze. Eltern sollten sich daher Plattformen wie Facebook, YouTube oder Twitter einmal genauer ansehen, um ihre Kinder vor rechtsextremen Inhalten zu schützen. "Neonazis benutzen zunehmend Web 2.0 Plattformen, um Jugendliche zu rekrutieren", sagt Martin Ziegenhagen, Leiter der Online Beratung gegen Rechtsextremismus in Berlin. Eltern dürften keine Scheu vor sozialen Netzwerken, Videoplattformen oder Blogs haben. Nur wenn sie die Surfgewohnheiten ihrer Kinder kennen, könnten sie versteckte rechte Inhalte erkennen.

Zuordnung zur rechtsextremistischen Szene schlecht erkennbar

Musik und Videos würden auf Facebook oder YouTube gezielt für rechtsextreme Propaganda eingesetzt, erklärt Ziegenhagen. Auf den ersten Blick sei oft keine Zuordnung zur rechtsextremistischen Szene erkennbar. Auch mit Themen wie Atomausstieg oder der Forderung nach der Todesstrafe für Kinderschänder werde in sozialen Netzwerken die Neugier der Nutzer geweckt. Durch solche Einträge würden aber rassistische und antidemokratische Thesen transportiert, so der Sprecher der Beratungsstelle, die von der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert wird.

Den Kindern den Internetzugang zu verbieten, sei keine Lösung

Da die Inhalte in sozialen Netzwerken gepostet werden, genügt der Klick auf das Impressum nicht mehr, um den rechtsradikalen Hintergrund der Verfasser gleich zu erkennen. "Eltern sollten Musikvideos oder Internetforen, in denen sie rassistische oder antidemokratische Inhalte vermuten, mit ihren Kindern gemeinsam angucken", rät Ziegenhagen. Die Inhalte müssten gemeinsam besprochen und hinterfragt werden. Den Kindern den Internetzugang zu verbieten, sei keine Lösung. Denn für Jugendliche ist das Web 2.0 heute fester Bestandteil des Alltags.

Beratungsstellen für Eltern und Kinder

Neonazis geben sich im Web 2.0 nicht mehr mit bekannten Symbolen wie der "88" für "Heil Hitler" oder Buttons mit rechten Parolen zu erkennen. Daher ist die radikale Gesinnung oder Zugehörigkeit zu einer Partei nicht auf den ersten Blick auszumachen. Eine Gruppe jugendlicher Neonazis bezeichnet sich zum Beispiel als "Autonome Nationalisten". Ihr Symbol ist das Tragen einer weißen Maske. Ein Symbol, was nicht zwangsläufig mit gewaltbereiten Neonazis in Verbindung gebracht wird. Sind sich Eltern unsicher über die Bedeutung von Symbolen und Codes, können sie sich an die Beratungsstelle wenden. Auf http://dpaq.de/ymw5D werden sie außerdem dazu beraten, wie sie mit ihren Kindern umgehen können, wenn diese bereits in Kontakt mit der rechten Szene sind.

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