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Waldorfschule: Unterricht nach Rudolf Steiner

Waldorfschule: Unterricht nach Rudolf Steiner

28.09.2012, 14:18 Uhr | tj (CF)

Waldorfschule: Unterricht nach Rudolf Steiner. Das Konzept der Waldorfschule stellt den Menschen und seine Gefühle in den Vordergrund (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das Konzept der Waldorfschule stellt den Menschen und seine Gefühle in den Vordergrund (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Staatliche Schulen sind nicht die einzigen Einrichtungen, auf die Sie Ihr Kind schicken können. Auch die Waldorfschule ist eine Option. Erfahren Sie hier, was den Unterricht einer Waldorfschule auszeichnet, und warum sie auch in der Kritik steht.

Steiner-Konzept ist weltweit erfolgreich

Rudolf Steiner (1861-1925) hat mit der sogenannten Anthroposophie eine spirituelle Weltanschauung geschaffen, in der sich der Mensch auf seine geistige und seelische Welt fokussieren soll. Es gibt bereits mehr als 1000 Schulen weltweit, die sich öffentlich zu Steiner bekennen. Und die Anmeldungen übertreffen die verfügbaren Plätze für Kinder bei Weitem, wie die "Zeit" berichtet.

Der Unterricht an einer Waldorfschule

Alle Schüler einer Waldorfschule absolvieren zwölf Jahre und können nicht sitzen bleiben. Dabei ist es in der Regel möglich, im entsprechenden Schuljahr den regulären Haupt- oder Realschulabschluss zu erreichen. Auch das Abitur ist als Abschluss möglich, wobei die im jeweiligen Bundesland geltenden Regeln zugrunde liegen. Zensuren bleiben bis zum neunten Schuljahr aus und werden durch schriftliche Charakterisierungen ersetzt. Allerdings können die Kinder auf Wunsch auch vorher schon Zensuren erhalten. Anstelle von Schulbüchern gibt es sogenannte Epochenhefte. Der Lehrplan ist weiterhin auf geistig-seelische Gegebenheiten und Begabungen des Kindes zugeschnitten und sieht einen Unterricht vor, der neben sachkundigen Fächern auch viel künstlerische und handwerkliche Unterweisungen bietet. (Checkliste für den ersten Schultag)

Balance zwischen Körper und Geist

Eltern schicken ihre Kinder oft auf eine Waldorfschule, damit es sich vielseitig entwickelt, erklärt der Pädagogik-Experte Heiner Ullrich von der Johannes Gutenberg Universität Mainz in einer Dokumentation von 3sat. Kreativität wird zum Beispiel schon ab dem ersten Schuljahr stringent gefördert. Für die Balance zwischen Körper und Geist wird neben den üblichen Fächern, die auch an staatlichen Schulen zu finden sind, Eurythmie gelehrt. Hierbei geht es um die Förderung altersspezifischer Entwicklungsprozesse mittels Sprache und Musik. Wollen Sie Ihr Kind an einer Waldorfschule anmelden, müssen Sie Schulgeld zahlen, dessen Höhe sich nach Ihrem Einkommen richtet.

Kritik an der Waldorfschulen

Es gibt allerdings auch Kritik an dem Konzept dieser Schulen. Die "Frankfurter Allgemeine" (FAZ) berichtet zum Beispiel von einer Anfrage eines CDU-Abgeordneten, in der es um Unterrichtsinhalte und Materialien der Waldorfschulen geht, die angeblich sehr unwissenschaftlich und ideologisch seien. Die Waldorfschulen selbst verweisen hingegen auf respektable Leistungen der Kinder bei österreichischen PISA-Studien im Bereich Naturwissenschaft.

Waldorfschulen öffnen sich

Als positiv schätzen Bildungsexperten die Tendenz, dass die Waldorfschulen sich stärker öffnen und auch aktiv den Kontakt zu Bildungsforschern suchen, so der Erziehungswissenschaftler Heiner Barz von der Universität Düsseldorf in der Dokumentation von 3sat.

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