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Nachhilfe für Studenten: Extrastunden im Studium

Nachhilfe für Studenten: Extrastunden im Studium

15.02.2013, 14:41 Uhr | aw (CF)

Nachhilfe für Studenten: Extrastunden im Studium. Gemeinsam mit Kommilitonen lernt es sich leichter (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Gemeinsam mit Kommilitonen lernt es sich leichter (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nicht nur Schüler, auch Studenten nehmen manchmal Nachhilfe in Anspruch. Vor allem in den technischen und rechtswissenschaftlichen Fächern gehören die sogenannten Repetitorien für viele zum Studium dazu. Die Nachhilfe für Studenten ist oft effektiv, aber auch teuer.

Wenn Studenten überfordert sind

An den deutschen Hochschulen geht der Trend schon seit mehreren Jahren weg vom Langzeitstudium und hin zum effektiven, möglichst kurzen Hochschulaufenthalt. Die Folge ist, dass auch die Inhalte in kürzerer Zeit vermittelt werden müssen und der Notendruck ist hoch. In den technischen Fächern wird vor allem im Grundstudium viel Mathematik gepaukt, Juristen müssen sich mit Gesetzen auseinandersetzen. Bringen die Studenten dann bereits Wissenslücken aus der Schule mit, kann es eng werden. (Stress unter Studenten: Immer mehr Doping-Fälle)

Defizite aus der Schulzeit

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zitiert dazu den Mathematikprofessor Eberhard Triesch von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen: "In den Vorkursen stellen wir immer wieder fest, dass die Studenten oft kein Bruchrechnen und keine Gleichungen mehr lösen können." Oft hilft den Studenten dann nur Nachhilfe. Das Problem sieht Markus Bause, Mathematikprofessor an der Bundeswehruniversität in Hamburg, in der Mittelstufe: "Die Defizite haben enorm zugenommen, weil in der Mittelstufe die falschen Akzente gesetzt werden. Am schwersten wiegen die Lücken aus der siebten und achten Klasse. Sie auszugleichen, ist sehr schwierig." (Nachhilfe-Kosten: So viel zahlen Eltern für den Extraunterricht)

Repetitorien: Ein großer privater Markt

Entsprechende Nachhilfeangebote finden Studenten meist auf dem privaten Markt. Viele Anbieter haben sich auf sogenannte Repetitorien in Fächern wie Jura, Elektrotechnik oder auch Mathematik spezialisiert. Dort wird der Lernstoff wiederholt, und es können tiefer gehende Fragen gestellt werden. Die Dozenten sind oft Fachleute, die von den Hochschulen in die freie Wirtschaft gewechselt sind. Ihre Unterstützung hat natürlich auch ihren Preis und sind gerade in Zeiten von Studiengebühren für viele Studenten nicht einfach zu finanzieren. (Studentenkredite für die Finanzierung des Studiums)

Kritiker bemängeln außerdem, dass die Nachhilfe in den Repetitorien oft nur darauf abzielt, Prüfungen zu bestehen, aber nicht, den Lernstoff wirklich zu begreifen und darauf aufbauen zu können. Daher macht es in den meisten Fällen vielleicht eher Sinn, sich mit Kommilitonen zusammenzusetzen und Lerngruppen zu bilden, um so den Stoff gemeinsam zu verstehen.

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