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Geldgeschenke zur Einschulung - nicht jeder Vertrag ist sinnvoll

Geldgeschenke zur Einschulung  

Geldgeschenke zur Einschulung - nicht jeder Vertrag ist sinnvoll

08.08.2013, 13:15 Uhr | dpa-tmn

Geldgeschenke zur Einschulung - nicht jeder Vertrag ist sinnvoll. Nicht alle Arten von Geldgeschenken zur Einschulung sind sinnvoll. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nicht alle Arten von Geldgeschenken zur Einschulung sind sinnvoll. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Süßigkeiten, Federmappe oder Spielzeug - bald werden wieder viele Schultüten gefüllt. Oft legen Verwandte noch einen langfristigen Sparvertrag für den ABC-Schützen dazu. "Das ist zwar gut gemeint", sagt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in Stuttgart. "Allerdings verkaufen die Vermittler hier oft wenig passende, dafür aber umso provisionsträchtigere Produkte." Denn spezielle Ausbildungsversicherungen oder Kinderpolicen halten häufig nicht, was sie versprechen.

Der Grund: "Bei diesen Angeboten werden Risikoabsicherung und Sparen untrennbar miteinander verbunden", erklärt der Finanzexperte. "Das Problem ist, dass die Sparverträge in Form von Rentenversicherungen viel zu teuer und unflexibel sind und dass die Risikoabsicherung des Kindes gegen Unfall oder Tod der Eltern nicht dem Bedarf entspricht." Im Ernstfall reiche das Geld aus solchen Verträgen schlicht nicht aus.

Lieber ein Tagesgeldkonto oder Aktienfonds wählen

Die Alternative, regelmäßig Geld auf ein Tagesgeldkonto zu zahlen, sei oft besser. "Hier gibt es zwar derzeit nicht sehr hohe Zinsen", sagt Nauhauser. "Dafür ist das Geld aber sicher, wird nicht von Provisionen geschmälert und ist jederzeit verfügbar." Höhere Erträge ließen sich mit börsengehandelten Aktienindexfonds, sogenannten ETFs, erzielen. "Allerdings muss man hier auch mit Kursschwankungen leben können."

Sind Geldgeschenke die beste Wahl?

Grundsätzlich sollte man sich vor Geldgeschenken immer die Frage stellen: "Ist das Geldgeschenk wirklich das beste für das Kind?", sagt Nauhauser. "Die Finanzindustrie will uns dies weismachen, weil sie ihre Produkte verkaufen will." Möglicherweise sei es aber zweckmäßiger, direkt in ein Hobby des Kindes zu investieren, beispielsweise für den Musikunterricht. "Das ist allerdings eine pädagogische Abwägung, die die Eltern treffen müssen."

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