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Pisa-Studie: Mit Kindern Mathematik im Alltag entdecken

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Lernen  

Mit Kindern Mathe im Alltag entdecken

04.12.2013, 09:32 Uhr | Julia Kirchner, dpa-tmn

Pisa-Studie: Mit Kindern Mathematik im Alltag entdecken. Mathe ist nicht nur Zahlen und Formen in Büchern - der Alltag steckt voller Mathematik, die auch Spaß machen kann.  (Quelle: dpa)

Mathe ist nicht nur Zahlen und Formen in Büchern - der Alltag steckt voller Mathematik, die auch Spaß machen kann. (Quelle: dpa)

Eltern spielen eine wichtige Rolle, um bei Kindern das Interesse an Mathematik zu wecken. Für viele sind Zahlen und Formeln aber ein rotes Tuch. Ihre Abneigung macht aber auch Kindern ein entspanntes Verhältnis zu Zahlen schwer. Besser ist daher, Mathematik nicht abzublocken, sondern ihr im Alltag auf die Spur zu kommen.

"Außerdem denken Eltern, sie müssten selbst viel können, bevor sie sich mit ihren Kindern dransetzen", sagt Brigitte Lutz-Westpfahl. Sie ist Professorin für Didaktik der Mathematik an der Freien Universität Berlin. Gute Mathenoten in der Vergangenheit seien aber nicht so wichtig, stattdessen komme es auf Neugierde und Interesse an. Und beides können Eltern ihren Kindern gegenüber im Alltag zeigen.

Mathematik im Alltag bedeutet nicht nur Rechnen

"Zum Beispiel kann man mit Kindern Schatten betrachten und überlegen, warum die so schief sind. Oder beim Tischdecken mit bunten Tellern: Auf wie viele verschiedene Arten kann ich die hinstellen, so dass jeder mal den roten Teller bekommt?", nannte Lutz-Westphal als Beispiele. Auch Seifenblasen eigneten sich dazu, um Spiegelungen und geometrische Formen zu erkennen. Auf den ersten Blick habe das nichts mit dem Mathematikunterricht in der Schule zu tun - "aber Mathe ist nicht nur Rechnen", erklärt Lutz-Westphal. "Es geht um logisches Denken und darum, Strukturen im Alltag zu entdecken."

Neugierde bei größeren Kindern wach halten

Wenn sich ältere Kinder für spielerische Dinge nicht mehr interessieren, können Eltern trotzdem dranbleiben. Manchmal reiche es schon, sich erzählen zu lassen, was die Kinder in Mathe gerade durchnehmen, sagt Lutz-Westphal. "Auch hier gilt, neugierig zu bleiben, nachzufragen und nicht einfach zu sagen: 'Was? Das haben wir früher ganz anders gemacht, ich zeig dir mal, wie es geht.'" Mit älteren Kindern lasse sich Mathe im Alltag zum Beispiel beim Einkaufen entdecken: Sie können schätzen, wie viel alle Produkte im Einkaufswagen kosten oder wie viel Volumen einzelne Packungen haben.

Manchmal hilft nur Nachhilfe von außen

Und was können Eltern tun, deren Kinder Mathe zum Hassfach erklärt haben? Zumindest sollten sie es nicht darin unterstützen, indem sie ständig sagen: "Das hast du geerbt, ich war auch nie gut darin." Besser sei es, Vorschläge zu machen, etwa: "Wir holen uns jemanden von außen, der das richtig gut erklären kann."

Schwerpunkt des aktuellen internationalen Schulleistungsvergleichs Pisa-Test 2012 war diesmal Mathematik. Aus Deutschland nahmen rund 5000 Schüler teil. Die Leistungen der 15-jährigen Schüler haben sich dabei im oberen Mittelfeld stabilisiert. Sieger sind erneut die Schüler aus den asiatischen Regionen Shanghai, Singapur und Hongkong. Der Vergleich wird alle drei Jahre von der Organisation für wissenschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) veranstaltet.

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