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Noten in der Grundschule  

Sind Ziffernzeugnisse für Grundschüler Zahlenlotto oder Leistungsnachweis?

02.04.2014, 17:26 Uhr | AFP

Grundschule: . Grundschule: Sollten Kinder in der Grundschule schon Noten bekommen? Darüber streiten sich Bildungsexperten. (Quelle: dpa)

Sollten Kinder in der Grundschule schon Noten bekommen? Darüber streiten sich Bildungsexperten. (Quelle: dpa)

Noten in Ziffern für Grundschüler auszudrücken, bleibt unter deutschen Bildungspolitikern umstritten: Die Kultusminister der Länder tragen darüber gerade eine Debatte aus: Sind Noten ein aussagekräftiges Steuerungselement oder Glückssache?

Während Schleswig-Holsteins parteilose Kultusministerin Waltraud Wende auf Schulnoten verzichten will, verteidigt ihr bayerischer Amtskollege Ludwig Spaenle (CSU) sie. "Mein Ziel ist eine Schule ohne Ziffernzeugnisse: Als ersten Schritt sollte man auf die Noten in der Grundschule verzichten", schrieb Wende in einem Beitrag für die Wochenzeitung "Zeit". Spaenle erklärte dagegen, auch in der Grundschule seien Noten im Zeugnis "ein sinnvolles Mittel, um den Übergang zur weiterführenden Schule mit zu steuern".

Ziffernnoten oder Kompetenzbeschreibungen?

Ziffernnoten sind nach Ansicht Wendes "weder objektiv und fair noch differenziert und leistungsmotivierend". Allzu zu oft seien sie "Glückssache". Schleswig-Holsteins Kultusministerin plädierte dafür, dass an Grundschulen mit Kompetenzbeschreibungen gearbeitet werde. Die Leistungsrückmeldung über ein Kompetenzraster sei "detaillierter, differenzierter und damit sowohl für die Schüler selbst wie auch für deren Eltern aussagekräftiger".

Spaenle: Noten dienen dem Vergleich

Spaenle zeigte sich dagegen überzeugt, dass Noten auch als Orientierung dienten. Sie informierten über den aktuellen Leistungsstand eines Schülers und machten diesen vergleichbar mit dem eines anderen. "Noten sind aussagekräftige Einschätzungen der Leistung junger Menschen zu einer bestimmten Zeit in bestimmten Fächern", schrieb Spaenle in der "Zeit".

Der bayerische Kultusminister verteidigte auch den in Bayern üblichen Weg, den Wechsel von der Grundschule auf die weiterführende Schule auch von den Noten abhängig zu machen. Wer stattdessen dem Elternwillen freien Lauf lasse, bevorzuge stärker die Kinder aus betuchten Familien. "Wenn die Leistung geringgeschätzt wird, dann entscheidet allein die Herkunft über die Schulkarriere", erklärte Spaenle.

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