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Ausschwitz-Gedenken: Besuch eines KZ soll für Schüler Pflicht werden

Das Grauen nicht vergessen  

Besuch einer KZ-Gedenkstätte soll für Schüler Pflicht werden

26.01.2015, 10:21 Uhr | dpa

Ausschwitz-Gedenken: Besuch eines KZ soll für Schüler Pflicht werden. Schüler aus Deutschland betrachten Familienfotos von ermordeten Häftlingen im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau in Polen. (Quelle: epd)

Schüler aus Deutschland betrachten Familienfotos von ermordeten Häftlingen im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau in Polen. (Quelle: epd)

Vor 70 Jahren ist das Konzentrationslager Auschwitz befreit worden, in dem Nationalsozialisten rund 1,1 Millionen Menschen ermordeten. Im Zuge des Gedenkens hat der Zentralrat der Juden gefordert, dass der Besuch einer KZ-Gedänkstätte für jeden Schüler zur Pflicht wird.

Zentralratspräsident Josef Schuster forderte die Bundesländer auf, im Schulunterricht mehr Informationen über den Holocaust zu vermitteln. Konkret schlug er in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vor, "dass jeder Schüler ab der neunten Klasse verpflichtend eine KZ-Gedenkstätte besucht". Alle Länder, in denen dies noch nicht der Fall sei, seien gefragt, eine entsprechende Regelung einzuführen. Bei einem Großteil der Länder sind KZ-Besuche bisher nicht vorgesehen.

Auschwitz im kollektiven Gedächtnis bewahren

Zuletzt hatten mehrfach KZ-Gedenkstätten beklagt, dass weniger Schülergruppen kämen. Laut einer Forsa-Umfrage von 2012 können rund 20 Prozent der unter 30-jährigen Deutschen nichts mehr mit dem Begriff Auschwitz anfangen.

Am 27. Januar 1945 hatte die Sowjetarmee das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau in Polen befreit. Zwischen 1940 und 1945 wurden dort rund 1,1 Millionen Menschen ermordet, die meisten von ihnen waren Juden. Unter den Opfern waren außerdem Sinti und Roma, politisch Andersdenkende und Homosexuelle.

Begegnung von KZ-Überlebenden mit Jugendlichen

Daran erinnern Überlebende an diesem Montag mit einer Gedenkveranstaltung in Berlin. Bei der Gedenkstunde des Internationalen Auschwitz Komitees wird auch Kanzlerin Angela Merkel sprechen. Im Bundestag wollen anschließend Bundestagspräsident Norbert Lammert, Bundespräsident Joachim Gauck und der Auschwitz-Überlebende und polnische Journalist Marian Turski mit Jugendlichen über die Bedeutung von Auschwitz sprechen. Am Dienstag erinnert der Bundestag in einer Feierstunde an die Befreiung des Lagers.

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