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Horb-Altheim: Schule verbietet Hotpants und knappe Shirts

Zu heiß für den Schwarzwald  

Schule verbietet Hotpants und bauchfrei

06.07.2015, 20:52 Uhr | t-online

Horb-Altheim: Schule verbietet Hotpants und knappe Shirts. Hotpants: bei Mädchen beliebt, an manchen Schulen inzwischen verboten. (Quelle: dpa)

Hotpants: bei Mädchen beliebt, an manchen Schulen inzwischen verboten. (Quelle: dpa)

An einer Schule im Schwarzwald kehren strengere Sitten ein: Den Schülern, eigentlich den Schülerinnen, wurde jetzt verboten, sich zu freizügig zu kleiden.

Bauchfreie Shirts und Hotpants müssen die Schülerinnen der Werkrealschule in Horb-Altheim im südlichen Baden-Württemberg nun zu Hause lassen. Tragen sie sie doch, bekommen sie von der Schule ein T-Shirt in Übergröße übergezogen, das die zur Schau gestellten weiblichen Reize verdecken soll.

Die ungewöhnliche Maßnahme hat Schulleiterin Bianca Brissaud in einem Brief den Eltern mitgeteilt: "In letzter Zeit müssen wir gehäuft feststellen, dass Mädchen der Werkrealschule sehr aufreizend gekleidet sind", zitiert der "Schwarzwälder Bote" aus dem Schreiben. Das Kollegium habe sich deshalb entschlossen, "dass wir an unserer Schule keine aufreizende Kleidung dulden wollen".

Die Schulleiterin hat dabei wohl vor allem auf Drängen vieler Lehrer gehandelt - sowohl von weiblichen wie von männlichen. "Manche meiner männlichen Kollegen wissen nicht, wie sie das Thema bei den Schülerinnen ansprechen sollen", sagte Brissaud laut "Schwarzwälder Bote".

Die Maßnahme ist ein Trick. Denn eigentlich dürfen die Jugendlichen an Baden-Württembergs öffentlichen Schulen - wie in anderen Bundesländern auch - anziehen, was sie wollen. "Die Schule ist nicht berechtigt, die eigene Moralvorstellung zum Gradmesser für eine korrekte Kleidung zu machen", heißt es aus dem Stuttgarter Kultusministeriums. Kleiderregeln oder gar Vorschriften gibt es keine.

Allerdings: Kommt die Schulleitung zur Auffassung, dass der Schulfrieden gefährdet sei, weil viele Jungs - und vielleicht auch Lehrer - eher auf die Beine der Mädchen als auf die Tafel gucken, dann darf sie eingreifen. Auch andere Schulen in Baden-Württemberg sind diesen Weg bereits gegangen.

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