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Bildungsbarometer 2015: Deutsche wollen Gratis-Kitas und Zentralabitur

Bildungsbarometer 2015  

Deutsche wünschen sich kostenlose Kitas und einheitliches Abitur

01.09.2015, 20:13 Uhr | dpa, AFP

Bildungsbarometer 2015: Deutsche wollen Gratis-Kitas und Zentralabitur. Bildung: Die Mehrheit meint: Nur die Noten sollten entscheiden, wie es nach der Grundschule weitergeht. (Quelle: imago images/Zentrixx)

Die Mehrheit der Deutschen meint: Nur die Noten sollten entscheiden, wie es nach der Grundschule weitergeht. (Quelle: Zentrixx/imago images)

In der Kinderbetreuung und Bildung muss sich einiges ändern, findet die Mehrheit der Deutschen. Das geht aus dem ifo Bildungsbarometer 2015 hervor. Die Bürger wünschen sich unter anderem gebührenfreie Kita-Plätze, klare Regeln für den Übergang auf weiterführende Schulen und einheitliche Prüfungsaufgaben.

Für das Bildungsbarometer sind 4203 Deutsche befragt worden. Die Ergebnisse belegten eine große Reformbereitschaft der Deutschen, sagte der Leiter des ifo Zentrums für Bildungsökonomik, Ludger Wößmann.

Mehrheit für Zentralabitur

Die allgemeinbildenden Schulen kommen in der Umfrage nicht gut weg: Nur zwei Prozent der Deutschen geben ihnen die Note Eins, rund 25 Prozent eine Zwei. 54 Prozent finden die Schulen allenfalls befriedigend und vergeben die Note Drei. Knapp jeder Fünfte bewertet sie mit den schlechten Noten Vier, Fünf oder Sechs.

Das föderale System sei ein Hemmschuh für bundesweite Bildungsstandards. Viele Deutsche finden es besser, wenn Prüfungen und Abschlüsse in den Bundesländern einheitlich beziehungsweise besser vergleichbar sind. So sind 86 Prozent für bundeseinheitliche Abiturprüfungen. 68 Prozent sind für zentrale Klassenarbeiten.

Betreuungsgeld hätte keine zweite Chance

57 Prozent der Bürger lehnten das Betreuungsgeld bei der Umfrage im Mai ab. Mittlerweile hat das Bundesverfassungsgericht das Betreuungsgeld gekippt. Studienautor Wößmann schließt daraus, dass eine verfassungskonforme Wiedereinführung keine Mehrheit fände.

Die meisten Deutschen finden, dass Erzieher besser bezahlt werden müssen. Das entspricht der Position der Gewerkschaften im immer noch ungelösten Kita-Tarifkonflikt. Allerdings lief die Befragung, bevor die Gewerkschaften das Schlichtungsergebnis ablehnten.

Die Ergebnisse des Bildungsbarometers im Überblick

  • Kindergarten: 77 Prozent fänden es gut, wenn der Staat die Kindergartengebühren aus Steuergeldern finanziert, damit alle Kinder ab vier Jahren kostenfrei in den Kindergarten gehen können. 86 Prozent fordern bundesweite Qualitätsstandards in den Kitas bei der Gruppengröße und bei der Ausbildung der Erzieher. Allerdings finden es 55 Prozent nicht nötig, dass Erzieher ein Hochschulstudium absolvieren.

  • Bezahlung von Erziehern: 79 Prozent unterstützen die Forderung nach höheren Gehältern für Erzieherinnen und Erzieher.

  • Betreuungsgeld: 57 Prozent lehnen es ab, 34 Prozent sind dafür.

  • Freie Schulwahl: 64 Prozent möchten, dass die Eltern die Grundschule frei wählen können und nicht auf eine bestimmte Schule festgelegt sind, wie bislang in den meisten Bundesländern.

  • Schulübergang: Ebenfalls 64 Prozent finden, dass allein die Noten bestimmen sollten, auf welche Art von weiterführender Schule ein Kind nach der Grundschule wechselt. Bislang liegt diese Entscheidung in vielen Bundesländern bei den Eltern.

  • Ganztagsschulen: 61 der Deutschen befürworten Unterricht bis 15 Uhr, 65 Prozent bis 16 Uhr und 47 Prozent bis 17 Uhr.

  • Einheitliche Prüfungsaufgaben: Jeweils mehr als 80 Prozent stimmen für die Einführung deutschlandweit einheitlicher Abschlussprüfungen im Abitur und beim Haupt- oder Realschulabschluss. Darüber hinaus wünschen sich 68 Prozent bundesweite Vergleichstests in Deutsch und Mathematik, die auch in die Schulnoten einfließen sollen.

  • Studiengebühren: 59 Prozent sind für nachgelagerte Studiengebühren. Diese sollen nach dem Studium und erst ab einem gewissen Jahreseinkommen gezahlt werden müssen.

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