Sie sind hier: Home > Leben > Familie > Schulkind & Jugendliche >

Antidepressiva wirken bei Kindern und Jugendlichen oft nicht

Die meisten wirken nicht  

Antidepressiva bei Kindern können Suizidgefahr erhöhen

10.06.2016, 08:12 Uhr | AFP

Antidepressiva wirken bei Kindern und Jugendlichen oft nicht. Depressives Kind (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Depression bei Kindern: Die meisten Wirkstoffe helfen nicht. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die gängigen Medikamente zur Behandlung von Depressionen sind bei schwer depressiven Kindern und Jugendlichen weitgehend wirkungslos. In Einzelfällen könnten sie sogar suizidale Tendenzen der minderjährigen Patienten steigern.

Die geht aus einer Studie eines internationalen Forscherteams hervor, die das Fachblatt "The Lancet" veröffentlichte. Nur ein Wirkstoff kann demnach tatsächlich helfen.

Für die Studie hatten die Wissenschaftler die Befunde aus 34 klinischen Tests an mehr als 5000 Patienten im Alter zwischen neun und 18 Jahren ausgewertet. Die meisten Mittel blieben dabei weitgehend wirkungslos. Alleine das Antidepressivum Fluoxetin habe bei der Behandlung der Minderjährigen eine positive Wirkung gezeigt. Dagegen habe das Medikament Venlafaxin sogar stärker ausgeprägte Suizidgedanken bewirkt, heißt es in der Untersuchung. 

Mangel an gesicherten Erkenntnissen

Bei einer Abwägung von Risiken und potenziellem Nutzen zeichne sich "kein klarer Vorteil" für die Behandlung schwer depressiver Minderjähriger mit den gängigen Antidepressiva ab, resümieren die Autoren. Sie empfehlen eine genaue Beobachtung der minderjährigen Patienten, die mit solchen Mitteln behandelt werden. Die Studienautoren beklagten, dass es einen Mangel an gesicherten Erkenntnissen über die Auswirkung von Antidepressiva speziell bei Minderjährigen gebe.

Schwere Depressionen treten bei etwa drei Prozent der Kinder von sechs bis zwölf Jahren und bei sechs Prozent der Jugendlichen von 13 bis 18 Jahren auf. In den USA stieg der Anteil der Minderjährigen, die mit Antidepressiva behandelt werden, zwischen 2005 und 2012 von 1,3 Prozent auf 1,6 Prozent.

Sie finden uns auch auf Facebook - jetzt Fan unserer "Eltern-Welt" werden und mitdiskutieren!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Leben > Familie > Schulkind & Jugendliche

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: