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Bildung in Deutschland: Ärmere Kinder weiter im Nachteil

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Neue Studie der OECD  

Bildung in Deutschland: Ärmere Kinder weiter im Nachteil

11.09.2018, 14:08 Uhr | dpa

Bildung in Deutschland: Ärmere Kinder weiter im Nachteil. Ein Schüler steht an einer Schultafel: Die Studie zeigt, dass die Mehrheit der Jugendlichen mit Berufsausbildung oder Uniabschlüssen gute Berufschancen hat. (Quelle: dpa/Julian Stratenschulte)

Ein Schüler steht an einer Schultafel: Die Studie zeigt, dass die Mehrheit der Jugendlichen mit Berufsausbildung oder Uniabschlüssen gute Berufschancen hat. (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa)

Deutschland hat in den vergangenen Jahren in der Bildung in einigen Bereichen deutlich aufgeholt. Doch für Kinder aus ärmeren Familien und Einwandererkinder ist ein Aufstieg durch Bildung immer noch schwierig.

Wie es um die Bildung in Deutschland steht, zeigt eine neue Studie, die die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) präsentiert.

Deutschland holt bei Bildung auf

So besuchen weit mehr Kinder als früher eine Kita. Der Anteil der Unter-Drei-Jährigen, die in frühkindliche Bildungseinrichtungen gehen, stieg von 17 Prozent 2005 auf 37 Prozent 2016. Der Anteil junger Erwachsener ohne Gymnasial- oder vergleichbaren Abschluss sank binnen zehn Jahren leicht von 15 auf 13 Prozent.

Die Mehrheit der Jugendlichen mit Berufsausbildung oder Uniabschlüssen hat gute Berufschancen. Für junge Erwachsene mit einem Abschluss im mittleren Qualifikationsbereich ist die Beschäftigungsquote binnen zehn Jahren um sechs Prozentpunkte auf 83 Prozent angestiegen.

Ärmere Kinder sind im Nachteil

Das Bundesbildungsministerium hebt hervor, Deutschland stehe mit beruflicher und akademischer Bildung gut da. Das erleichtere auch die Integration junger Zuwanderer. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sagt: "Berufliche Bildung und akademische Bildung sind bei uns gleichwertige und zukunftsfähige Karrierealternativen."

OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher sagt, vor allem bei der frühkindlichen Bildung habe sich enorm viel getan in Deutschland. "Kinder aus ungünstigen sozialen Schichten, die es am dringendsten brauchen, bekommen in Deutschland am wenigsten frühkindliche Bildung", hebt er aber hervor. "Diese soziale Schere ist das Gegenteil von dem, was wir brauchen."

Verwendete Quellen:
  • dpa

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