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Hilfe bei postnatalen Depressionen

Hilfe bei postnatalen Depressionen

11.04.2013, 12:27 Uhr | sk (CF)

Hilfe bei postnatalen Depressionen. Postnatale Depressionen können Ihre Beziehung zum Kind beschädigen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Postnatale Depressionen können Ihre Beziehung zum Kind beschädigen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Junge Mütter leiden nach der Geburt nicht selten unter negativen Stimmungen. Lösen diese sich nicht bald wieder auf, kann eine postnatale Depression vorliegen und die Mutter benötigt Hilfe durch eine gezielte fachliche Betreuung. Doch wie erkennt man die Erkrankung und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Mehr als nur der Babyblues

Zwar hat fast die Hälfte aller Mütter kurz nach der Entbindung eine leicht depressive Verstimmung, auch Babyblues genannt, diese löst sich aber in den meisten Fällen schnell wieder auf. "Der Baby-Blues hält nur ein paar Tage an, davon sind etwa 40 Prozent der Frauen betroffen", erklärt Susanne Simen, Oberärztin am Klinikum Nürnberg, in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Postnatale Depressionen hingegen träten bei 10 bis 15 Prozent der Frauen auf, bis zu vier Prozent aller jungen Mütter erkrankten an einer schweren Episode. (Was ist eine postpartale Depression?)

Postnatale Depression erkennen

Eine postnatale Depression äußert sich unter anderem durch Nervosität, Anspannung, Schlaflosigkeit und Traurigkeit, die auch nach mehreren Wochen nicht weichen. Sie tritt oft im ersten Jahr nach einer Entbindung auf, meist aber schon kurz nach der Geburt. Die weitere Symptomatik erstreckt sich über die scheinbare Unfähigkeit, dem Säugling warme Gefühle entgegen zu bringen, bis hin zu einer übermäßigen Sorge um das Wohlergehen des Kindes. Auch große Zweifel an der eigenen Fähigkeit sind deutliche Anzeichen.

Hält der Zustand länger an, kann das gravierende Auswirkungen auf die Familie und besonders auf das Verhältnis zwischen Mutter und Kind haben: "Das Krankheitsbild wird oft unterschätzt, ist aber für die Frauen und ihre Familien sehr belastend und kann zu dramatischen Folgen führen", so der Bundesvorsitzende der Deutschen Psychotherapeuten-Vereinigung (DPTV) Dieter Best gegenüber der "Ärzte Zeitung". Es ist eine Erkrankung der Psyche, für die es jedoch gute und erfolgreiche Behandlungsmethoden gibt. Betroffene, die eine postnatale Depression bei sich vermuten, sollten daher bei ihrem behandelnden Arzt Hilfe suchen.

eltern.t-online.de: Postpartale Depression: Auch Väter werden nach einer Geburt depressiv

Hilfe für Betroffene: Ursachen und Behandlung

Verantwortlich für das Auftreten der schweren Wochenbettdepression können Schwangerschaftskomplikationen, hormonelle Veränderungen, ein traumatisches Geburtserlebnis, Probleme beim Stillen und Ähnliches sein. Auch existenzielle Ängste können auslösend wirken.

Die Behandlung richtet sich nach der Schwere der Erkrankung. Hilfe kann eine Psychotherapie bieten, die auch durch die Einnahme von Medikamenten begleitet werden kann. In schweren Fällen kann auch der stationäre Aufenthalt in einer Klinik nötig sein.

Wichtig ist es laut DPTV vor allem, dass postnatale Depressionen schnell erkannt werden, damit betroffene Mütter möglichst schnell Hilfe und eine auf die Umstände abgestimmte Behandlung erhalten können. (Die besten Tipps für die Zeit des Wochenbetts)

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