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Das sind die beliebtesten Vornamen 2016

Mohammed immer populärer  

Das sind die beliebtesten Vornamen 2016

12.04.2017, 10:10 Uhr | dpa

Das sind die beliebtesten Vornamen 2016. Eine Puppe liegt vor zwei Zetteln mit Sprechblasen, in denen die Namen "Marie" und "Elias" stehen. (Quelle: dpa/Frank Rumpenhorst)

Marie und Elias sind 2016 die beliebtesten Vornamen (Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa)

Beim Namen für ihr Baby lieben deutsche Eltern die Klassiker – trotzdem heißen im Kindergarten künftig nicht alle gleich. Dafür sorgt die große Vielfalt – bis hin zu sehr ungewöhnlichen Namen. Was wurde wohl erlaubt: Kuddel oder Urmel?

Marie und Elias sind die beliebtesten Vornamen 2016. Dahinter landen Sophie und Sophia sowie Alexander und Maximilian, wie die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) am Mittwoch mitteilte.

Die beliebtesten Kindernamen 2016: Klassiker weiterhin populär

Die Eltern blieben ihrem Geschmack bei den Vornamen für ein Baby weitgehend treu: Auf die Liste der zehn Namen, die am häufigsten vergeben werden, schaffte es vergangenes Jahr kein einziger Neueinsteiger. "Die Klassiker sind die Sieger", sagt GfdS-Geschäftsführerin Andrea-Eva Ewels in Wiesbaden. Allerdings sicherte sich Elias zum ersten Mal Platz eins der Rangliste.

Die GfdS wertete mehr als eine Million Einzelnamen aus, die von rund 650 Standesämtern übermittelt wurden. Dies entspricht nach den Worten von Ewels rund 97 Prozent aller vergebenen Vornamen. Dabei wird nicht zwischen Erst- und Folgenamen unterschieden.

Fips, Kuddel, Twain: auch außergewöhnliche Namen werden erlaubt

Auch 2016 wünschten sich Eltern immer wieder ungewöhnliche Namen für ihre Babys. Die Standesämter gaben unter anderem ihr Okay für Fips, Kuddel oder Twain. "Eltern wollen ihren Kindern nichts Böses", sagt GfdS-Mitarbeiterin Frauke Rüdebusch. Aber vielen sei nicht richtig bewusst, dass die Söhne und Töchter auch als Erwachsene mit diesem Vornamen leben müssten.

In ihren Gutachten lehnt die Gesellschaft immer wieder Namen ab, 2016 zum Beispiel Shaggy, Urmel, Ferrari oder Bandito. In der überwiegenden Zahl der Fälle folgten die Standesämter dem Urteil der Sprachforscher, sagt Ewels.

Doch woher kommt der Wunsch nach einem exotischen Namen? "Das Kind ist für seine Eltern etwas ganz Besonderes – vielleicht soll sich dies auch im Namen widerspiegeln", sagt Rüdebusch. GfdS-Geschäftsführerin Ewels gibt jedoch zu Bedenken: "Kinder wollen meist nicht auffallen."

Prof. Jürgen Udolph vom "Zentrum für Namensforschung" in Leipzig sieht manchen ungewöhnlichen Namen "nahe an der Kindesmisshandlung". Denn es drohten schlimme Hänseleien. "Wenn ein Kind mit solch einem bescheuerten Namen in die Schule kommt, ist das nicht immer lustig", warnt Udolph. Die Argumente der Sprachexperten treffen bei den Eltern mal mehr, und mal weniger auf offene Ohren – manchmal finden sie auch gemeinsam eine Alternative. Beispielsweise gab es den Wunsch, die Tochter "Prim" zu nennen, wie Rüdebusch erzählt. Den Einwand, dieser Name könnte womöglich mit dem negativ besetzten Begriff "primitiv" assoziiert werden, hätten die Eltern gelten lassen. Rüdebusch schlug "Primrose" vor, den englischen Begriff für "Schlüsselblume".

Ein islamisch geprägter Name wird immer beliebter in Deutschland

Der islamisch geprägte Mohammed hat auf der Gesamtliste mit allen Namen aus den deutschen Standesämtern zuletzt einen weiten Sprung nach vorne geschafft – von Platz 41 im Jahr 2015 auf Platz 26 im vergangenen Jahr.

Die Rangliste der türkisch-arabischen Vornamen in Deutschland führen 2016 Elif und Mohammed an. Auf den weiteren Plätzen folgen Layla und Nour/Nur bei den Mädchen und Ali und Yusuf bei den Jungen. Damit unterscheiden sich die Geschmäcker der Eltern in Deutschland teilweise von denen, deren Kinder in der Türkei registriert werden. Dazu wertete die GfdS Namenslisten des türkischen Innenministeriums aus. Demnach landen in der Türkei bei den Mädchen Zeynep, Elif und Hiranur auf den vorderen Plätzen, bei den Jungen Yusuf, Eymen und Ömer.

Kinder mit geläufigen Vornamen haben nicht automatisch zahlreiche Namensvettern im Kindergarten. Selbst Marie hat an allen vergebenen weiblichen Vornamen 2016 nur einen Anteil von 2,77 Prozent, Elias kommt bei den männlichen Vornamen auf 1,42 Prozent.

Bei der Wahl des Namens ist Deutschen offenbar der Klang wichtig

Eine Gemeinsamkeit hat Prof. Udolph bei vielen beliebten Namen entdeckt: "Deutsche Eltern wählen ihn nach dem Klang, wichtig sind viele Vokale." Ob alle in der Familie mit einem Namen dauerhaft glücklich sind, ist nach den Worten des Experten fraglich. Studien aus England beispielsweise hätten gezeigt, dass mehr als die Hälfte der Elternpaare schon nach einem Jahr mit der Namenswahl für ihr Baby unzufrieden gewesen seien.

Hier die Top Ten für Mädchen und Jungen und ihre Vorjahresplatzierungen in Klammern:

Die beliebtesten Vornamen für Mädchen 2016:

1. Marie (2) 
2. Sophie/Sofie (1) 
3. Sophia/Sofia (3) 
4. Maria (4) 
5. Emma (6) 
6. Emilia (8) 
7. Mia (5) 
8. Anna (9) 
9. Hannah/Hanna (7) 
10. Johanna (10)

Die beliebtesten Vornamen für Jungen 2016:

1. Elias (3) 
2. Alexander (2) 
3. Maximilian (1) 
4. Paul (4) 
5. Leon (5) 
6. Louis/Luis (6) 
7. Ben (7) 
8. Jonas (10)
9. Noah (9) 
10. Luca/Luka (8)

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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