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Stress wirkt früh in der Schwangerschaft anders

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Kleiner oder großer Nachwuchs  

Stress wirkt je nach Schwangerschaftsphase unterschiedlich

29.11.2017, 10:07 Uhr | Janne Kieselbach, dpa

Stress wirkt früh in der Schwangerschaft anders. Einer Studie zufolge könnte Stress in der Schwangerschaft eine mögliche Ursache dafür sein, dass in ärmeren Gegenden aufwachsende Mädchen früher geschlechtsreif werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Symbolbild/NataliaDeriabina)

Einer Studie zufolge könnte Stress in der Schwangerschaft eine mögliche Ursache dafür sein, dass in ärmeren Gegenden aufwachsende Mädchen früher geschlechtsreif werden. (Quelle: Symbolbild/NataliaDeriabina/Thinkstock by Getty-Images)

Haben Mütter früh in der Schwangerschaft Stress, wächst ihr Nachwuchs schneller. Setzt der Stress erst später ein, ist das Gegenteil der Fall. Forscher gehen davon aus, dass diese Beobachtungen an Tieren auch etwas über Schwangerschaften beim Menschen aussagen.

Der Nachwuchs gestresster Mütter in der Tierwelt kann größer oder auch kleiner sein als im Mittel – je nachdem, welche Schwangerschaftsphase betroffen ist. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler nach der Auswertung hunderter Studien an Tieren. Den Effekten liegen zwei verschiedene Prozesse zugrunde. Die Ergebnisse erklären, warum zahlreiche Studien bisher unterschiedliche Ergebnisse brachten – mal führte Stress zu einer schnelleren, mal zu einer verlangsamten Entwicklung. Die Erkenntnisse könnten auch dazu beitragen, den Entwicklungsprozess beim Menschen besser zu verstehen, erläutern sie in den "Proceedings" der US-nationalen Akademie der Wissenschaften (PNAS).

Nahrungsknappheit verursacht Stress

Verursacht werden kann Stress während der Schwangerschaft etwa durch Nahrungsknappheit oder soziale Belastungen. Der Analyse nach könnte er beim Menschen eine mögliche Ursache dafür sein, dass in ärmeren Gegenden aufwachsende Mädchen früher geschlechtsreif werden.

Die Forscher des Deutschen Primatenzentrums hatten in Kooperation mit der Universität Göttingen und der University of New Mexico in Albuquerque mehr als 700 Studien an 21 Säugetierarten zu den Folgen von vorgeburtlichem Stress auf das Wachstum der Nachkommen ausgewertet.

Der Einfluss von mütterlichem Stress auf die Entwicklung des Säugetiernachwuchses variiert mit der Entwicklungsphase und dem Timing des Stressors in der Schwangerschaft. (Quelle: dpa/Kittisak Srithorn/DPZ)Der Einfluss von mütterlichem Stress auf die Entwicklung des Säugetiernachwuchses variiert mit der Entwicklungsphase und dem Timing des Stressors in der Schwangerschaft. (Quelle: Kittisak Srithorn/DPZ/dpa)

In Stresssituationen investiere die Mutter generell weniger Energie in den Nachwuchs, erläutern die Forscher. Dies kann beeinflussen, wie schnell die Nachkommen wachsen. Tritt der Stress gegen Ende der Schwangerschaft auf, weisen Ungeborene und Säuglinge demnach ein langsameres Wachstum auf als Nachkommen nicht gestresster Mütter – sind also zunächst kleiner. Der Effekt sei aber ein vorübergehender: Mit zunehmender Unabhängigkeit von der Mutter wüchsen die Jungtiere wieder normal.

"Das Ungeborene wird im Mutterleib umprogrammiert"

Komme es hingegen schon früh in der Schwangerschaft zu Stressphasen, wirke sich das gegenteilig aus, erläutern die Forscher. Der Nachwuchs wachse dann schneller und werde auch früher geschlechtsreif. Die Forscher gehen davon aus, dass die Nachkommen so ihre schlechte Ausgangssituation ausgleichen und die Chancen auf eigenen Nachwuchs erhöhen.

"Das Ungeborene wird im Mutterleib umprogrammiert, es beschleunigt seinen Lebenszyklus, um seine geringere Lebenserwartung zu kompensieren", erklärt Studienleiter Andreas Berghänel von der University of New Mexico. Dieser Effekt sei von Dauer: Auch nach der Entwöhnung von der Mutter wachse der Nachwuchs schneller als weniger benachteiligte Artgenossen.

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