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Lebensmittel: Bioprodukte sind nicht immer besser

Verbraucher-Tipps  

Bio ist nicht immer besser

23.10.2007, 18:05 Uhr | bri / dpa / afp

Bio-Gemüse (Foto: dpa)Bio-Gemüse (Foto: dpa)Bio boomt, doch ist es wirklich immer besser? Die Tests von Stiftung Warentest lassen daran Zweifel aufkommen - vor allem beim Geschmack. Sowohl bei ökologischen wie auch bei den herkömmlichen Lebensmitteln gebe es Tops und Flops, teilte die Stiftung mit. Zu dieser Beurteilung kamen die Prüfer bei der Auswertung von 54 Tests von Lebensmitteln, die zwischen 2002 und 2007 in der Zeitschrift "Test" veröffentlicht wurden.

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Nur der Hälfte mit "gut" bewertet

Im Testurteil erreichten nur ein Prozent der konventionellen Waren und vier Prozent der Bioprodukte ein "sehr gut". Nicht einmal jedes zweite Lebensmittel beider Produktionsarten verdiente der Zeitschrift zufolge die Note "gut". Jeweils rund 30 Prozent der ökologischen und der konventionellen Produkte wurden mit "ausreichend" oder "mangelhaft" bewertet.

Marken-Bio nicht besser als Discounter-Bio

Wie die Stiftung betonte, ist für die Qualität von Lebensmitteln grundsätzlich die Sorgfalt bei Produktion und Lagerung entscheidend. Insofern kann Bio auch verdorben sein, wenn es falsch gelagert wurde. Bio-Markenprodukte schnitten in dem Test zudem nicht viel besser ab als die Öko-Konkurrenz von Discountern und Handelsketten.

Bakterien eher in Bioware

Oliven- und Rapsöle aus ökologischem Anbau wurden beispielsweise mit "sehr gut", mitunter aber auch "mangelhaft" bewertet. Von sieben Sorten Biohonig waren drei den Angaben zufolge "gut", vier jedoch "mangelhaft". Hersteller konventioneller Lebensmittel haben bei Fleisch-, Fisch- und Milchwaren schädliche Bakterien meist besser im Griff als ihre Kollegen aus der Biobranche. Während konventioneller Kochschinken zwar selten besser als "ausreichend" war, schmeckten die Bio-Schinken zum Teil leicht sauer und fielen beim Geschmack durch. Von drei Bio-Bratwürsten schmeckten den Testern zufolge zwei säuerlich und enthielten unerwünschte Keime.

Bio verdirbt schneller

Allerdings seien Obst und Gemüse aus biologischem Anbau in der Regel frei von Chemie. Fleisch und Wurst aus Bio-Produktion verderben dagegen schneller als konventionelle Lebensmittel mit Konservierungsstoffen.

Am besten ist unverarbeitetes Bio

Unverarbeitet sind Bio-Produkte den konventionellen dagegen überlegen, wie aus den Untersuchungen hervorgeht. Tomaten, Äpfel, grüner Tee oder Rucola waren fast immer frei von Pestiziden. Tendenziell reichert sich zudem weniger Nitrat in Biogemüse an. Dies sei ein klarer gesundheitlicher Vorteil, den konventionelle Produkte nicht immer böten, urteilt die Stiftung.

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