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Trinkwasser: Sind Wasserfilter überflüssig?

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Verbraucher  

Sind Wasserfilter überflüssig?

12.10.2007, 13:23 Uhr | sum, t-online.de

Aus Angst vor gefährlichen Substanzen behandeln immer mehr Menschen ihr Leitungswasser. Filter- und Enthärtungsgeräte sollen den Härtegrad sowie den Gehalt von Schwermetallen wie Blei oder Kupfer und Chlor im Wasser reduzieren. Die Hersteller werben zudem damit, dass Haushaltsgeräte dank Filtern und Enthärtern nicht mehr so schnell verkalken und Getränke sowie Nahrungsmittel ihr volles Aroma nur mit behandeltem Wasser entfalten könnten. Doch die Aufbereitung von Trinkwasser ist meist gar nicht nötig, wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen erklärte. Denn kein Lebensmittel sei so gut kontrolliert wie unser Wasser. Zudem kann die Anschaffung ins Geld gehen: Während einfache Geräte ab zirka 15 Euro zu haben sind, kosten aufwändigere Anlagen gleich einige hundert Euro. Lesen Sie hier, wie sich Wasserfilter und -enthärter auf Ihr Leitungswasser auswirken:

Als Filter dienen Aktivkohle und Ionentauscher
Beliebte Produkte, um Wasser aufzuarbeiten, sind Kartuschen mit Aktivkohle und Silberzugabe oder Kannenfilter mit Ionentauschern. Letztere werden gegen Kalk eingesetzt, da sie Kalzium-Magnesium-Ionen gegen Natrium-Teilchen austauschen. Das Leitungswasser wird in einen Getränkekrug gegeben, beim Ausschenken gibt dieser das gefilterte Wasser wieder ab. Um Kalk und Nitrat zu entfernen, werden Filtersysteme verwendet, die Aktivkohle und Ionenaustauscher kombinieren. Filter- und Enthärtungsgeräte können auch direkt an den Wasserhahn angebracht werden.

Gefahr von Keimentwicklung
Aus hygienischer Sicht rät die Verbraucherzentrale von den Aufbereitungsgeräten ab. Denn beim Trinkwasser handelt es sich um ein verderbliches Lebensmittel, das rasch verkeimt. Keime bilden sich zum Beispiel, wenn das Wasser zu lange im Behälter steht. Wer bei seinem Kannenfiltersystem nicht rechtzeitig die Kartusche wechselt, muss ebenfalls mit einer Verkeimung rechnen. Zudem kann Aktivkohlestaub aus der Kartusche austreten.

Filter nur bei verunreinigtem Wasser einsetzen
Die Verbraucherzentrale hält den Einsatz von Wasserfiltern nur für sinnvoll, wenn das Leitungswasser tatsächlich verunreinigt ist. Das ist jedoch eher selten der Fall, da unser Wasser dank guter Kontrollen relativ schadstoffarm ist. Auch Untersuchungen von Stiftung Warentest hatten ergeben, dass Trinkwasserfilter in den eigenen vier Wänden meist überflüssig sind. Anders verhält es sich allerdings, wenn Menschen in Gebiete reisen, in denen die Wasserqualität schlecht ist. Dort bieten Wasserfilter eine Alternative zum Abkochen.

Hartes Wasser schadet nicht
Hartes Wasser ist grundsätzlich nicht schlecht. Im Gegenteil: Es ist sogar gesünder, da mehr Kalzium und Magnesium drin steckt als in weichem Wasser. Damit die Waschmaschine nicht verkalkt, gibt es inzwischen Waschmittel, die Enthärter enthalten. Nur die Kaffeemaschine und Wasserkocher müssen nach wie vor mit Essigwasser oder Zitronensäure von Verkalkung befreit werden.

Bei schlechtem Geruch Wasserversorger informieren
Wenn das Wasser allerdings schlecht riecht oder schmeckt, sollte man besser gleich beim Wasserversorger nachfragen. Auch bei alten Bleirohren bringen Haushaltsfilter nicht den gewünschten Effekt. Um einen erhöhten Bleiwert zu vermeiden, sollten die Rohre schnellst möglichst ausgetauscht werden.


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