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"Öko-Test": Aggressive Chemie in Schnupfenmitteln

VERBRAUCHER-TIPPS | MEDIKAMENTE  

Aggressive Chemie in Schnupfenmitteln

17.12.2007, 13:31 Uhr | bri

Schnupfen ist oft lästig. (Foto: Archiv)Schnief, Hatschi - Gesundheit. Fast zu jeder Jahreszeit kann einen der Schnupfen erwischen. Sprays und sogar Tabletten versprechen Linderung. Welche Schadstoffe diese Mittel enthalten, hat die Zeitschrift "Öko-Test" für ihre November-Ausgabe untersucht. Die Tester prüften im Labor 103 Präparate. Das Ergebnis ist zweigeteilt: Fast jedes dritte Medikament schnitt sehr gut ab. Aber 43 Produkte fielen mit der Note "Mangelhaft" oder "Ungenügend" durch.

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Konservierungsstoffe im Nasenspray

Einige Präparate enthalten den Konservierungsstoff Benzalkoniumchlorid, der auch in Reinigungsmitteln wie Sagrotan verwendet wird. Laut "Öko-Test" kann der Stoff die Nasenschleimhaut für immer schädigen. Diese Schnupfenmittel enthalten Benzalkoniumchlorid: "Nasic Nasenspray", "Nasivin Dosierspray für Erwachsene und Schulkinder", "Olynth Schnupfen Dosierspray 0,05 %" und "Rhinospray plus bei Schnupfen".

Allergiemittel als Schnupfentablette

Die "Rhinopront Kombi Tabletten" von Pfizer können unnötige Nebenwirkungen wie Herzrasen und Schlafstörungen hervorrufen. Außerdem enthalten sie ein Anthistaminikum (Anti-Allergiemittel). Laut "Öko-Test" ist dieser Wirkstoff eher gegen Allergien sinnvoll und nicht gegen Schnupfen.

Bedenkliche Inhaltsstoffe

In "Schnupfen Endrine Spray 0,1%" wiesen die Tester PEG-Derivate nach. Diese chemischen Verbindungen machen die Haut durchlässiger für den Wirkstoff, jedoch auch für Gifte. Deshalb sind PEG-Derivate umstritten. Außerdem könne das Chlorhexidin in "Minerasol Spray" und im "Sinex Schnupfenspray" von Wick Allergien auslösen.

Nutzlose Zusatzstoffe

Außerdem enthalten einige Präparate Zusatzstoffe, die jedoch die Wirkung des Schnupfenmittels nicht verbessern. Beispielsweise enthält "Weleda Rhinodoron Nasenspray" Aloe vera, obwohl es keine Studie gibt, die einen Nutzen von Aloe vera gegen Schnupfen ausreichend belegt. Für ebenso überflüssig halten die Tester die Zugabe von Vitamin C (in Pascosalin Plus C") und auch Zink (in "BioNasole Nasenspray"). Auch Sanddorn-Fruchtfleischöl könne den Schnupfen nicht schneller beenden. Das Öl fanden die Tester in "St. Christoph Meerwasser Schnupfenspray". Die Mittel mit Zink, Aloe vera und Vitamin C gehörten mit mehr als sechs Euro pro Packung zu den teuersten im Test.

"Öko-Test" rät zu Salzlösungen

Salzlösungen sind meist billiger und schon für weniger als zwei Euro zu haben. Ein weiterer Vorzug vieler Salzlösungen: Sie enthalten weder Chemie noch Konservierungsstoffe. Außerdem können sie auch über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, da sie nicht abhängig machen. Herkömmliche Schnupfenmittel sollten deshalb nur etwa sieben Tage lang benutzt werden. Zudem lassen sich Salzlösungen auch vorbeugend anwenden, um die Nasenschleimhaut feucht zu halten. Dementsprechend schnitten Salzlösungen und Salzsprays überwiegend mit "sehr gut" im Test ab. Sehr gut und preisgünstig sind zum Beispiel "Meersalzwasser Nasenspray" von Abo Pharma, "Meerwasser Nasenspray" von Rossmann und "Drofa Meerwasser Nasenspray" von Rewe.

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