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Verbraucher: Bio-Schokolade wegen krebserregender Giftstoffe zurückgerufen

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Bio-Schokolade wegen Krebsgiften zurückgerufen

17.12.2007, 14:11 Uhr | bri, dpa, AFP

In der Schokolade "Bio-Negro" fanden Tester Krebs erregendes Benzopyren. (Foto: dpa)In der Schokolade "Bio-Negro" fanden Tester Krebs erregendes Benzopyren. (Foto: dpa) So kann Naschen krank machen: Stiftung Warentest hat in der Bitterschokolade "Bio Negro" von Rapunzel Krebs erregende Stoffe gefunden. Für die Dezember-Ausgabe der Zeitschrift Test hatten die Tester 25 Sorten Bitterschokolade mit einem Kakaoanteil von über 60 Prozent auf Geschmack und Inhaltsstoffe untersucht. Mittlerweile hat der Hersteller der betroffenen Schokolade das Produkt aus dem Handel genommen. Außerdem fanden die Tester in allen getesteten Schokoladen das Schwermetall Kadmium. Am besten schnitten die Schokoladen der Discounter Aldi und Lidl im Test ab. Wir sagen Ihnen, welche Schokoladen gut und preiswert sind.

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Kunden können Schokolade zurückbringen

Die Stiftung Warentest fand in der Schokolade "Bio-Negro" den Stoff Benzopyren. Diese Chemikalie kann Krebs auslösen, die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und ungeborene Kinder schädigen. Zehn Mikrogramm pro Kilogramm Schokolade fanden die Tester in dem Produkt. "Die Ware hätte nicht verkauft werden dürfen", urteilt die Stiftung Warentest. Nach dem Bekanntwerden des Testergebnisses hat der Hersteller Rapunzel den Verkauf gestoppt. Wer die Schokolade bereits gekauft hat, könne sie zurückbringen, so die Rapunzel-Sprecherin Heike Kirsten.

Krebsgifte durch Rösten?

Die Ursache für die Belastung mit dem Schadstoff könne im Kakao oder im Röstprozess liegen, sagte Kirsten. Eine umfassende Analyse soll zeigen, wie es zu dem Produktfehler kommen konnte.

Kadmium in allen Tafeln

Nur die mit Benzopyren belastete Schokolade wurde mit "mangelhaft" bewertet. Die anderen Schokoladen im Test waren aber auch nicht frei von Schadstoffen: Das Schwermetall Kadmium wurde in allen Proben gefunden. Besonders hoch war der Wert bei "Tobago Edelbitter" von Rausch. Sie enthält 0,45 Milligramm pro Kilo Schokolade. Ein Richtwert des Bundesinstituts für Risikobewertung schlägt 0,3 Milligramm vor. Kadmium befindet sich in der Erde und gelangt wahrscheinlich durch die Wurzeln der Kakaopflanze in die Kakaobohnen und somit in die Schokolade.

Edelschokolade enttäuscht

Vor allem Markenschokolade machte im Test eine schlechte Figur: Die Produkte von Côte d'Or und Hachez erreichten nur die Noten "Befriedigend" und "Ausreichend". Der Grund: Fehler im Geruch und Geschmack. "Sehr leicht ranzig und fremdartig", urteilten die Schokoladen-Experten beim Verkosten. Viel besser dagegen schnitten Schokoladen der Discounter Aldi und Lidl ab. "Moser Roth Edel Bitter" (Aldi) und "Fairglobe Bitterschokolade" (Lidl) wurden jeweils mit "gut" benotet.

Falsche Angaben auf dem Etikett

Eine weitere Bio-Schokolade fiel den Testern wegen falscher Angaben auf dem Etikett auf: "Bio Bitterschokolade" von Karina enthält Vanillin. Dieser Aromastoff ist jedoch nicht angegeben. Und das Bild auf der Verpackung suggeriert, in der Schokolade sei Milch enthalten. Die Tester fanden jedoch keine. So bekam die ansonsten fruchtig schmeckende Schokolade nur ein "Ausreichend". Übrigens gab es auch bei den Schokoladen von Gepa, Gubor, Leysieffer, Rotstern, Sarotti Ungenauigkeiten bei den Angaben auf der Packung.

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