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Verbraucherschutz: "Öko-Test" findet Pestizide in Mandarinen

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"Öko-Test" findet Pestizide in Mandarinen

26.11.2007, 13:18 Uhr | bri, afp

Mandarinen (Foto: dpa)Mandarinen (Foto: dpa)Mandarinen aus dem Supermarkt sind stark mit Pestiziden belastet. Das hat das Verbrauchermagazin Öko-Test herausgefunden. Die Tester hatten je drei Proben aus zehn großen Handelsketten wie Aldi oder Edeka und zwei Proben aus Bio-Supermärkten genommen. Bei den meisten Früchten haben die Tester schwere Belastungen mit Insektiziden festgestellt. Lediglich Bio-Ware war fei von Schadstoffen.

Falsche Versprechen Die Tricks der Supermärkte

Früchte Aldi-Süd und Rewe besonders belastet

Negative Spitzenreiter im Test waren die Mandarinen von Aldi-Süd und Rewe. Eine Probe von Rewe sei sogar so stark belastet gewesen, dass sie nicht hätte verkauft werden dürfen. Auch die Früchte von Aldi-Nord, Edeka, Lidl und Plus waren belastet, jedoch wurden keine Grenzwerte überschritten. Dennoch vergab Öko-Test für deren Produkte die Note "Ungenügend".

Mehre Spritzmittel in einer Probe

Die Tester fanden insgesamt 19 verschiedene Spritzmittel in den Früchten. Alle enthielten Rückstände vom mehreren Pestiziden. Durch den Einsatz verschiedener Mittel versuchen die Hersteller, Überschreitungen der gesetzlich festgelegten Höchstmengen für einzelne Spritzmittel zu umgehen.

Mandarinen aus Bio-Märkten ohne Pestizide

Gerade noch tolerable Mengen an Pflanzenschutzmitteln fanden die Tester bei den Mandarinen der Supermärkte Norma, Real und Tengelmann. Klare Gewinner im Test waren die Bio-Märkte Alnatura und Basic. An den dort angebotenen Mandarinen aus Spanien, Italien und Südafrika hatten die Tester nichts zu bemängeln.

Früchte waschen

Ökotest empfiehlt, Mandarinen aus dem Supermarkt vor dem Schälen mit warmen Wasser zu waschen. Das reduziere die Belastung mit Spritzmitteln. Wer ganz sicher gehen will, solle sein Obst und Gemüse in Bio-Märkten kaufen. Diese sind frei von Pestiziden.

Immer wieder Pestizide in Obst und Gemüse

Die Funde von Spritzmitteln in Früchten reißen nicht ab. Vergangenes Jahr hatte Greenpeace 576 Proben Obst und Gemüse aus deutschen und österreichischen Supermärkten im Labor auf Pestizide untersucht und daraufhin einer Liste erstellt, die zeigt, wie stark Obst und Gemüse in den verschiedenen Supermärkten mit Spritzmitteln belastet ist. Getestet wurden Äpfel, Trauben, Pfirsiche und Nektarinen, Mango und Papaya, Tomaten, Paprika, Kopfsalat und Rucola aus konventionellem Anbau. Diese kamen sowohl aus Deutschland als auch Südeuropa. Insgesamt wurde ein Viertel der untersuchten Proben auf Grund des Spritzmittelanteils als "nicht empfehlenswert" eingestuft. Infolge der Testergebnisse von Öko-Test will Aldi-Süd sein Qualitätsmanagement verstärken und noch mehr Proben kontrollieren, hieß es aus der Unternehmenszentrale in Mühlheim /Ruhr.

Zum Durchklicken Supermärkte im Pestizid-Vergleich

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