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Spielwaren: "Öko-Test" warnt vor Chemie in Puppen

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"Öko-Test" warnt vor Chemie in Puppen

18.12.2007, 11:51 Uhr | bri, t-online.de

Die Puppe "Baby Born" von Zapf Creation enthält bedenkliche Stoffe. (Foto: Zapf)Die Puppe "Baby Born" von Zapf Creation enthält bedenkliche Stoffe. (Foto: Zapf)Schlechte Nachrichten vor dem Weihnachtseinkauf: Zwölf von 15 Spielzeugpuppen sind bei "Öko-Test" wegen Schadstoffen und gefährlichen Kleinteilen durchgefallen. Die Tester haben Puppen bekannter Marken im Labor untersucht. Zwei Modelle waren so hoch mit Weichmachern belastet, dass sie gar nicht hätten verkauft werden dürfen. "Öko-Test" empfiehlt Verbrauchern, diese Puppen in die Geschäfte zurückzubringen.

Tipps Ihre Rechte beim Einkauf

Verbotene Weichmacher

Chemische Weichmacher sind Stoffe, die häufig in Produkten aus Gummi enthalten sind, um diese elastisch zu halten. In Tierversuchen lösten die Substanzen Krebs aus und schädigten das Erbgut. Bei der Puppe "Marie im Felix-Outfit" fanden die Tester sogar Weichmacher, die seit diesem Jahr in Kinderspielzeug verboten sind. Die Puppe war so stark mit Chemie belastet, dass sie nicht hätte verkauft werden dürfen. Viele Hersteller vermeiden zwar die verbotenen Substanzen, setzen dafür aber andere Weichmacher ein wie etwa DINCH oder DEHT. Zu diesen Stoffen gibt es kaum verlässliche Studien. Enthalten sind die Ersatzweichmacher unter anderem in "Baby Born" von Zapf Creation, in der "Baby Doll Puppe" von Cititoy oder auch in "You & Me Küssende Babypuppe" von Toys "R" Us. Auch für diese Puppen gab es von "Öko-Test" die Note "Ungenügend".

Chemiecocktail Puppe

Jedoch bleibt es nicht bei den Weichmachern: In "Tiny Teardrop rosa" von Simba Toys und "Planscherle Putzi" von Käthe Kruse fanden die Tester stark erhöhte Werte des giftigen Dibutylzinns. Die "Love & Kisses Stoffpuppe" von Woolworth enthielt Kadmium und in der "Pinzessin Lilifee" von Die Spiegelburg fanden die Tester einen Krebs erregenden Stoff namens p-Aminoazobenzol. Diese Puppe hätte ebenfalls nicht verkauft werden dürfen.

Kleine Teile lösen sich

Schadstoffe sind jedoch nicht die einzigen Mängel: Bei einigen beanstandeten die Prüfer, dass sich Teile wie Haare und Blumen lösen und von Kindern verschluckt werden können.

"Öko-Test" empfiehlt: Puppen zurückbringen

Alle mit "ungenügend" oder "mangelhaft" getesteten Puppen gehören laut "Öko-Test" nicht in Kinderhände. Der Verbraucher solle sie ins Geschäft zurückbringen. Außerdem empfehlen die Tester, Puppen und Kleidung vor dem ersten Spielen zu waschen, dass reduziert den Schadstoffgehalt zumindest etwas.

Wollen Sie noch mehr über Weichmacher wissen? Mit einem Doppelklick auf das Wort "Weichmacher" öffnet sich ein kleines Fenster. Mit einem Klick auf "Wikipedia" finden Sie weitere Informationen zum Thema aus der Online-Enzyklopädie. Probieren Sie's aus. Es funktioniert auch mit anderen Wörtern.

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