Sie sind hier: Home > Leben >

Verbraucher: Pestizide in Lebensmitteln werden unterschätzt

VERBRAUCHER | PESTIZIDE  

Versteckte Pestizide

31.01.2008, 16:44 Uhr | bri/afp

Gemüse im Supermarkt (Foto: Archiv)Gemüse im Supermarkt (Foto: Archiv)Laut Greenpeace wird die Pestizidbelastung in Lebensmitteln weit unterschätzt. Die Organisation hat eine Studie veröffentlicht, wonach die staatlichen Lebensmittellabors nur rund die Hälfte aller bekannten Spritzmittel erkennen. Die Umweltschützer raten Verbrauchern, konsequent Bioprodukte zu kaufen.











Elf Krankmacher Das bedeuten Lebensmittel-Siegel

Über 700 Pestizide bleiben unerkannt

Nur maximal 600 der etwa 1350 weltweit in der Landwirtschaft eingesetzten Pestizidwirkstoffe ließen sich überhaupt nachweisen - die anderen belasten demnach unerkannt auch in Deutschland verkaufte Lebensmittel. Diese "für die Überwachung praktisch unsichtbaren Gifte" müssten verboten werden, forderte die Umweltorganisation. In den vergangenen Jahren wurden 38 Pestizide in Deutschland neu zugelassenen. Allein davon würden zwölf Pestizide durch die Routineuntersuchungen der Labors nicht erkannt, berichtete Greenpeace unter Berufung auf eine Befragung der Landeslabors von Baden-Württemberg und Bayern.

Unerkannte Chemie in Äpfeln und Birnen

Beispiele seien das beim Anbau von Äpfeln, Birnen und Wein erlaubte Spritzmittel Amitrol, das in das Hormonsystem eingreifen könne. Oder das möglicherweise krebserregende Sulfosulfuron, das im Weizenanbau eingesetzt werden dürfe. Mit der Zulassung solcher Mittel werde "die Gesundheit der Verbraucher aufs Spiel gesetzt", kritisierte die Organisation.

Greenpeace empfiehlt Bioprodukte

Im Bio-Anbau wird auf künstliche Spritzmittel verzichtet, daher sind Rückstände hier eine Ausnahme. Außerdem empfiehlt Greenpeace, saisonale Produkte zu kaufen. Denn die Pestizidbelastung schwankt je nach Jahreszeit. So haben importierte Früherdbeeren, die von Januar bis Mai angeboten werden, eine höhere Belastung als die im Juni geernteten heimischen Erdbeeren.

Mehr aus Vebraucher:
Alles Bio? Wann sich Bio wirklich lohnt
Wie Supermärkte tricksen Raffinierte Einkaufsfallen
Lassen Sie sich nicht alles bieten Ihre Rechte als Kunde
Woher kommt unser Essen? Herkunftsangaben werden verschwiegen

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: