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VERBRAUCHER: Fischstäbchen im Test

VERBRAUCHER | LEBENSMITTEL  

Perfekte Fischstäbchen gibt es nicht

27.03.2008, 13:19 Uhr | ug

Verbraucher und Lebensmittel: Gute Qualität? Fischstäbchen im Test. (Foto: imago)Gute Qualität? Fischstäbchen im Test. (Foto: imago)Packung auf, Pfanne an und fertig ist das Mittagessen: Fischstäbchen sind schnell zubereitet und schmecken nicht nur Kindern. Doch sind sie ein guter und gesunder Fang? 23 Produkte hat "Stiftung Warentest" in der aktuellen Ausgabe untersucht. Das Ergebnis: Perfekt sind die Stäbchen alle nicht, kein Produkt schneidet mit dem Urteil "sehr gut" ab. Vor allem die Panade erntet Kritik: Sie löst sich meist beim Braten, schmeckt entweder "hart" oder "kleistrig". Dennoch schneiden neun Produkte mit "gut" ab. Bei einem Produkt verging den Testern hingegen der Appetit.

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Modrige Mogelpackung

Das Produkt "Wild Ocean" fiel den Testern gleich mehrfach negativ auf und fiel daher mit "mangelhaft durch. Es enthielt eine relativ hohe Anzahl an Keimen und wies einen vergleichsweise hohen Wert an Quecksilber auf - auch wenn dieser unterhalb der Höchstgrenze liegt. Die Stäbchen schmeckten zudem trocken und tranig und sie rochen alt. Ein weiterer Kritikpunkt beim Testverlierer: In der relativ großen Packung zum Preis von 3,94 Euro sind lediglich zehn Stäbchen enthalten - eine Mogelpackung. Auch andere Stäbchen schmeckten fade oder rochen alt und bekamen Punktabzüge in der sensorische Qualität. Die Produkte von "Tip", "Wild Only" und "Schloß Göhrde" sind hier mit der Note 4,5 gerade noch "ausreichend".

Filet statt Fischabfall

Besonders ärgerlich: Bei allen Produkten wird die Panade zum Problem. Statt knusprig und gleichmäßig den Fischkern zu umhüllen, war sie entweder zu hart oder matschig. Meist löste sie sich schon beim Braten oder schmeckte fade und war seltsam gewürzt. Zumindest hielten die Hersteller eine wichtige Vorschrift ein: Alle Fischstäbchen bestanden mindestens zu 65 Prozent aus Fisch und zu 35 Prozent aus Panadenhülle. Auch der Fischkern unter der Panade aller Produkte im Test erfüllte die Erwartungen: Weder undefinierbare Stückchen, Gräten oder Fischmus fanden die Tester - und das "obwohl bis 25 Prozent zerkleinerter Fisch und bis zu zwei Gräten pro Kilogramm Stäbchen zulässig wären", so die Tester.

Fett sparen beim Zubereiten

Dass alle Produkte aus ernährungsphysiologischer Sicht nur mittelmäßig abschneiden, liegt vor allem an der fetten Panade. 17, 2 Gramm Fett enthielten fünf Stäbchen im Test durchschnittlich. Vor allem beim Braten in der Pfanne saugt die Panade reichlich Fett auf. Zum Vergleich: Wer die Stäbchen stattdessen im Backofen zubereitet, spart bei der gleichen Menge sechs Gramm Fett. Der Rat der Tester: Mehr als fünf Stäbchen pro Mahlzeit für Kinder und 7,5 für Erwachsene sollten es nicht sein, sonst nimmt man mit den vermeintlich gesunden Fischmahlzeit zu viel schädliches Fett auf.

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