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Verbraucherschutz: Die gefährlichsten Produkte kommen aus China

VERBRAUCHER  

Die gefährlichsten Waren kommen aus China

18.04.2008, 11:18 Uhr | dpa, t-online.de

Verbraucher: Vorsicht, gefährliche Ware! "Made in China"-Schriftzug auf einem Spielzeug. (Foto: dpa)Vorsicht, gefährliche Ware! "Made in China"-Schriftzug auf einem Spielzeug. (Foto: dpa)Giftiges Spielzeug, brandgefährliche Elektrogeräte: Produkte aus China geraten immer häufiger ins visier von Verbraucherschützern. Mehr als die Hälfte der 2007 in der Europäischen Union als gefährlich eingestuften Produkte kamen aus China. Die mit Abstand meisten Beanstandungen gab es bei Spielwaren, sagte EU-Verbraucherschutzkommissarin Meglena Kuneva am Donnerstag in Brüssel. Insgesamt stieg die Zahl monierter Waren im vergangenen Jahr um mehr als die Hälfte - auf 1605. Zum Vergleich: 2006 waren es noch 1051 Artikel. Die meisten Produkte wurden in Deutschland gemeldet. Die Verbraucherzentralen forderten ein Verbot gefährlicher Stoffe.

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Behörden besonders aufmerksam

Insgesamt 163 Anzeigen gab es in Deutschland 2007 wegen gefährlicher Stoffe. Das sind zwölf Prozent aller importierten Waren aus China in die EU. Je rund acht Prozent entfielen auf Griechenland, die Slowakei, Ungarn und Spanien. Die Behörden hätten ihre Verantwortung für die Sicherheit der Bürger sehr viel stärker wahrgenommen, sagte Kuneva. Aus China kamen demnach im vergangenen Jahr 700 gemeldete Produkte. Die Behörden der Mitgliedsstaaten kontrollierten Waren aus China besonders aufmerksam. Die Zusammenarbeit mit chinesischen Behörden habe sich stark verbessert. China habe erhebliche Anstrengungen zur Verstärkung der Kontrollen bei Spielzeug unternommen. Die chinesischen Behörden hätten mehr als 3500 Hersteller überprüft. Gut 700 Unternehmen sei die Exportlizenz aberkannt worden.

Verbot gefährlicher Stoffe?

Für Spielzeug ´fordert der Bundesverband der Verbraucherzentralen ein Verbot von Stoffen, die Krebs erzeugen, das Erbgut verändern und fortpflanzungsschädigend sind. Die Grenzwerte, die geplant seien, reichten nicht, sagte Vorstand Gerd Billen. Die Kontrollbehörden der Bundesländer müssten mehr Personal bekommen, bundesweit sei eine Melde- und Informationsstelle nötig.

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Hunderte Spielwaren vom Markt genommen

Auf Spielzeug und andere Produkte für Kleinkinder entfiel mehr als ein Drittel der angezeigten Artikel. Allein 417 Spielwaren wurden den Angaben zufolge vom Markt genommen. Als Gründe für die höhere Trefferzahl nannte sie unter anderem die effektivere Durchsetzung der Sicherheitsbestimmungen sowie das zunehmende Problembewusstsein der Unternehmen. Seit 2004 habe sich die Anzahl der Meldungen verdreifacht. Damals waren neue Vorschriften zur Produktsicherheit in Kraft getreten.

Schwarze Liste mit schädlichen Produkten

Derzeit werden Daten der beanstandeten Produkte mit dem Schnellwarnsystem Radex an alle anderen EU-Länder weitergereicht, so dass auch dort betroffene Artikel aus den Regalen verschwinden. Ob Filzstifte mit Benzol, Cremes mit chemischen Inhaltsstoffen oder Wasserkocher, die überhitzen: Die Radex-Liste der gefährlichen Produkte wird wöchentlich aktualisiert, so dass auch Verbraucher sich auf der Internetseite der EU über beanstandeten Geräte informieren können. 2006 ergab sich daraus folgendes Rangliste der unsichersten Produktgruppen: Spielzeug führte mit einem Anteil von 25 Prozent - bei einigen Teddys könnten sich zum Beispiel Fasern des Fells lösen und in der Lunge festsetzen. Elektrogeräte (19 Prozent) und Motorfahrzeuge (14 Prozent) folgten auf den Plätzen. Fünf Prozent der gefährlichen Artikel waren Kosmetik.

Mehr Informationen Radex-Liste der EU

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