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"Öko-Test": Ungesunde Inhaltsstoffe in Babynahrung

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Ungesunde Inhaltsstoffe in Babynahrung

28.04.2008, 15:33 Uhr | bri

Trinkbrei fürs Baby (Foto: imago)Trinkbrei fürs Baby (Foto: imago)Für Eltern praktisch - für Babys gefährlich. Das Verbrauchermagazin "Öko-Test" hat Trinkmahlzeiten und Babybreie getestet. Die Fertigmahlzeiten sind im Nu zubereitet, müssen nicht einmal erwärmt werden. Doch von 16 Produkten fallen elf im Test durch. Grund: Die Babynahrung enthält gefährliche Fettsäuren und ist viel zu energiereich für die Kinder. Der Hersteller Hipp hat sogar schon die Produktion einiger Trinkmahlzeiten gestoppt.

Schädliche Fettsäuren im Flüssigbrei

Die getesteten Produkte enthalten Pflanzenöle, die raffiniert werden. Dabei bilden sich 3-MPCD-Fettsäureester. Diese Säuren schädigten im Tierversuch die Nieren und ließen gutartigen Tumore wachsen. In elf der getesteten Babymahlzeiten fanden die Tester den Stoff. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hält die Fettsäuren ebenfalls für gefährlich und empfiehlt, so wenig wie möglich davon in Babynahrung zu verarbeiten. Bei vier Produkten überschritt der Anteil der gefährlichen Fettsäuren sogar die täglich tolerierbare Aufnahmemenge, die von den Chemikern des BfR vorgeschlagen wird. Das waren die Trinkmahlzeiten von "Alete" (Nestlé) in den Geschmacksrichtungen Erdbeer-Vanille, Karotte mit Apfel und Schokolade. Außerdem "Schlaf Gut Trinkmahlzeit Getreide Keks" von Milupa.

Powernahrung macht Kinder dick

Ein weiterer Kritikpunkt: Die Trinkmahlzeiten und -breie sind wahre Kalorienbomben, die viel Zucker enthalten. Bis zu 250 Kilokalorien pro Portion haben zum Beispiel die Trinkmahlzeiten von Bebivita. Kinderärzte kritisieren, dass das zuviel sei. 60 bis 70 Kalorien seien normal, sagt Professor Berthold Koletzko von der Ernährungskommission der Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) gegenüber "Öko-Test". Es bestehe die Gefahr, dass die Babys später fettleibig werden.

Produktionsstopp bei Hipp

Als einziger Hersteller hat Hipp auf die Kritik von Kinderärzten reagiert und die Produktion seiner Trinkmahlzeiten gestoppt und zwar bereits im November 2007. Jedoch konnten die Tester von "Öko-Test" noch im Februar 2008 Trinkmahlzeiten von Hipp kaufen.

Zucker schädigt Babyzähne

Trinkmahlzeiten werden für Babys zu dem Zeitpunkt empfohlen, wenn die ersten Zähne durchbrechen. Doch laut "Öko-Test" enthalten die Mahlzeiten viel Zucker, der schon die ersten Zähnchen schädigen kann. Nestlé wirbt auf seinen "Alete"-Trinkmahlzeiten sogar mit der Aufschrift "Ohne Kristallzuckerzusatz". Laut den Testern ist es für die Entstehung von Karies jedoch unerheblich, welche Zuckerarten zugesetzt wurden.

Zu viel Gluten

Sieben Trinkmahlzeiten enthielten außerdem das Getreide-Eiweiß Gluten. Die Dosis könnte zu viel für das Baby sein, und es könne zu einer Zöliakie kommen, warnen die Tester. Zöliakie ist eine Darmerkrankung, die durch die Unverträglichkeit von Getreide-Eiweiß hervorgerufen wird.

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