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Psychologie: Multitasking ist ein Mythos - Zu viel auf einmal geht nicht

MYTHOS MULTITASKING  

Lieber eins nach dem anderen machen

18.06.2008, 14:23 Uhr | bri

Zu viel auf einmal tun, macht krank. (Foto: imago)Zu viel auf einmal tun, macht krank. (Foto: imago)Telefonieren, Tippen, eMails lesen und das alles gleichzeitig. Das so genannte Multitasking sollen Frauen angeblich besser können als Männer, und diese bestreiten das nicht einmal. Doch Hirnforscher haben ihre Zweifel "Multitasking gibt es nicht" sagt der Münchner Psychologe Professor Ernst Pöppel der Zeitschrift "Bild der Wissenschaft". Auch andere Studien zeigen: Das Hirn kann nur eine Sache auf einmal erledigen und es arbeitet bei mehreren gleichzeitigen Aufgaben langsamer. Alles schön der Reihe nach, muss wohl die Devise heißen.

Das Gehirn kann nur eins

Laut Pöppel sei das Gehirn von seinem Aufbau her nicht in der Lage, mehrere Dinge gleichzeitig zu steuern. Es könne nur ein einzelner Sachverhalt im Zentrum des Bewusstseins stehen.

Frauen haben mehr Übung

Der Eindruck, dass vor allem Frauen besser mit vielen Aufgaben zurecht kommen, könne laut Pöppel daran liegen, dass Frauen mehr Übung darin haben.

Multitasking hält nur auf

Kuchen backen und nebenbei auf die Kinder aufpassen kann mit etwas Übung leicht zur Routine werden. Aber sobald neue und ungewohnte Aufgaben hinzu kommen leidet die Effizienz des Gehirns und man arbeitet langsamer. Das haben die amerikanischen Hirnforscher David Meyer und Jeffrey Evans von der Universität Michigan herausgefunden. Um bis zu 40 Prozent ist die Geschwindigkeit der Reizverarbeitung langsamer, fanden die Forscher bei ihren Versuchen heraus. Sie ließen Freiwillige mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigen und erhöhten die Anzahl der Aufgaben immer weiter.

Zu viel auf einmal macht krank

Bei manchen Probanden schaffte das Gehirn nicht einmal die Hälfte der Leistung, die es bei der Konzentration auf eine Aufgabe erbringen würde. Außerdem sind sich die Wissenschaftler einig, dass zu viel auf einmal Stress erzeugt und krank macht. Der Körper reagiert mit Bluthochdruck, Kopfschmerzen und Schlafstörungen.

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